Fussball

„Wir haben uns für die Quälerei belohnt“ – Sleiman Salha über das 6:0 des SV Schermbeck

Mit diesem Saisonauftakt hatten beim SV Schermbeck wohl nur die wenigsten gerechnet. Im Interview spricht Trainer Sleiman Salha über die Hintergründe des 6:0-Sieges über Westfalia Herne.
Matchplan perfekt umgesetzt - Sleiman Salha freute sich über den tollen Saisonstart des SVS gegen Herne. © Joachim Lücke

Sleiman Salha, können Sie Ihr Glück schon fassen?

Alles gut, danke. Aber in unserer Situation mit all den Hiobsbotschaften hat das natürlich echt gut getan. Und es ist schon die nächste Hiobsbotschaft da.

Welche?

Bilal Can Özkara hat sich die Schulter ausgekugelt und wird wohl auch erst mal mindestens zwei, drei Tage ausfallen.

SV Schermbeck - Westfalia Herne, Bilal Can Özkara
Bilal Can Özkara (M.) war am Sonntag der Pechvogel des SVS. Er kugelte sich die Schulter aus. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Bei aller Freude übers eigene Spiel, waren Sie von Westfalia Herne negativ überrascht?

Nein. Herne hat viele gute Einzelspieler, die zum Großteil aus Nachwuchsleistungszentren kommen. Unsere Spieler haben einfach unseren Matchplan wirklich perfekt umgesetzt. Das wird so nicht jede Woche passieren, und ich bin sicher, dass Herne im Laufe der Saison noch vielen Gegnern weh tun kann.

Vom Negativen zum Positiven: Haben Sie damit gerechnet, dass Tolga Özdemir gleich so einschlägt?

Zu Beginn der Trainingswoche hätte ich das, ehrlich gesagt, nicht erwartet. Aber im Abschlusstraining am Freitag hat seine Mannschaft 3:0 gewonnen, und er hat alle drei Tore gemacht. Da habe ich ihm gesagt, dass er gegen herne auf jeden Fall zum Einsatz kommt. Dass er dann gleich zwei Tore macht, ist natürlich schon top. Trotzdem bleibt es dabei, dass er noch Zeit braucht, um Topform zu erreichen.

Wie sieht es bei den vielen Verletzten und Angeschlagenen aus? Wie lange brauchen die?

Bernad Gloggjani kann mit dem Aufbautraining beginnen, bei Timur Karagülmez bekommen wir am Mittwoch die neue Diagnose. Bei ihm sieht es aber sehr gut aus. Maik Habitz kehrt zurück, und Niko Pakowski kann diese Woche wieder komplett trainieren. Bei Marvin Tenbült wird es dagegen noch dauern, und Jan Bachmann und Paul Stieber sind angeschlagen.

Das hört sich doch schon besser an als zuletzt …

Ja, aber unser Plan bleibt unverändert: Wir wollen den September mit maximaler Punktzahl überstehen, um dann ab Oktober richtig fit zu sein. Ein solcher Saisonstart hat da auf jeden Fall sehr gut getan. Die Vorbereitung war zum Teil wirklich eine Quälerei. Da mussten wir zwei Tage hintereinander gegen Regionalligisten mit derselben Mannschaft ran, ohne dass jemand pausieren konnte. Da ist es jetzt umso schöner, dass die Jungs sich dafür jetzt so belohnt haben.

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