Zusammenhalt ist aktuell bei BW Wulfen angesagt, denn personell ist der A-Ligist momentan stark gebeutelt. © Archiv
Fußball

Wulfen-Rückkehrer hilft als Torhüter im Sturm aus und „würde es jederzeit wieder tun“

Am vergangenen Wochenende pfiff BW Wulfen und Trainer Arek Nura gegen Union Wessum personell aus dem aller letzten Loch. Es ging sogar soweit, dass Torhüter Daniel Spielhoff in den Sturm musste.

Geplant war das Ganze nicht. Doch Wulfen-Coach Arek Nura blieb in der letzten Viertelstunde des Spiels nichts anderes übrig als seinen Torhüter Daniel Spielhoff in den Sturm zu stellen. Zuvor waren die Blau-Weißen mit nur elf Spielern aus der eigenen Mannschaft und einigen Aushelfern aus der Zweitvertretung nach Wessum gereist.

Nicht nur das schwül-warme Wetter machte den Kickern von Wulfen zu schaffen. Zudem verletzte sich auch noch Innenverteidiger Maximilien Buhl. Er wird aller Voraussicht nach wegen eines Muskelfaserrisses in den kommenden Wochen ausfallen. „Wir laufen aktuell auf dem Zahnfleisch“, sagte Knura nach der Begegnung.

Daniel Spielhoff ist der stürmende Torhüter.
Daniel Spielhoff ist der stürmende Torhüter. © Leistner, Andreas © Leistner, Andreas

„So etwas tut man einfach für seine Mannschaft“

Bevor sich das Wulfener Lazarett noch weiter füllte, hatte Knura kurz vor dem Ende der Partie eine Notlösung parat. Einer seiner Stürmer war bereits über seinem Zenit und so wurde der zur Halbzeit getauschte Keeper Daniel Spielhoff von der Auswechselbank kurzfristig in den Sturm beordert.

Für Spielhoff überhaupt kein Problem. Denn er sagt zu der Situation rückblickend: „Die Umstände waren schon sehr besonders. Bevor sich da jemand durchschleppt und womöglich auch noch verletzt, springe ich natürlich ein. So etwas tut man einfach für seine Mannschaft.“

Nicht nur Aushilfsstürmer, sondern auch ein Erfahrungsmensch

Letzte Saison hielt Spielhoff noch den Kasten von Viktoria Resse (Fußballkreis Gelsenkirchen) in der Landesliga sauber. Dort zog es ihn nach zuvor zwei Spielzeiten für Wulfen hin. Dass er jetzt wieder zurück bei seinem Ex-Club ist, freut den 31-jährigen Torhüter ungemein. „Es geht für mich um den Spaß. Außerdem ist der Wohlfühlfaktor bei Wulfen einfach groß und bei den jungen Spielern möchte ich meine Erfahrung reinschmeißen“, so der Interimsstürmer.

Erfahrung bringt Spielhoff auf jeden Fall mit. Denn zu Beginn seiner Fußballkarriere als Senior stand der Gladbecker bereits für Fortuna Herne und den Erler SV 08 in der Bezirksliga zwischen den Pfosten.

Jederzeit wieder, aber am Ende doch lieber der Hüter des Tores

Trotzdessen, dass Spielhoff sein kurzer Positionstausch durchaus gefallen hat. So will der Wulfener Schnapper in Zukunft am liebsten jedoch weiterhin inmitten der Torbalken stehen und den gegnerischen Stürmern die Nerven rauben. „Ich habe früher schon mal ein Jahr im Feld gespielt“, erinnert er sich.

Und fügt hinzu: „Auch wenn ich gegen Wessum an ein bis zwei Offensivaktionen beteiligt war, so war die Arbeit gegen den Ball dann doch wichtiger. Ich würde es in so einer Ausnahmesituation selbstverständlich jederzeit wieder machen. Allerdings habe ich deutlich lieber meine Handschuhe an der Hand.“

Über den Autor

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.