Zwei Trainerwechsel in der Kreisliga A1 RE Ein Coach wechselt innerhalb der Liga

Redakteur
Dennis Klüsener (l.) vom ETuS Haltern und Philipp Schulz (r.) vom TuS Velen treffen am Freitagabend (18. November) aufeinander. Letzterer aber ohne Trainer André Stenert, der den Verein kurzfristig verlassen hat.
Dennis Klüsener (l.) vom ETuS Haltern und Philipp Schulz (r.) vom TuS Velen treffen am Freitagabend (18. November) aufeinander. Letzterer aber ohne Trainer André Stenert, der den Verein kurzfristig verlassen hat. © Blanka Thieme-Dietel
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Schon vor einigen Tagen wurde bekannt, dass André Stenert den A-Ligisten TuS Velen im Sommer verlassen wird. Doch mittlerweile steht fest: Der Trainer, der auch noch regelmäßig für die Velener auf dem Platz stand, hat den Verein bereits jetzt, wenige Wochen vor der Winterpause, verlassen.

Stenert hat sich dem SV Adler Weseke angeschlossen, der aktuell auf dem vorletzten Rang der Kreisliga A1 Recklinghausen steht. Velen hat sich einen Platz im Mittelfeld erarbeitet, steht auf Platz sieben und hat neun Punkte mehr als Weseke.

Der SV Adler Weseke hat sich derweil zu Beginn der Woche von seinem bisherigen Trainer-Duo Osman und Saffet Semer getrennt – obwohl am vergangenen Spieltag der zweite Sieg (1:0 gegen SuS GW Barkenberg) gelungen war.

Weseke plant Neuaufbau mit Stenert

„Natürlich bin ich enttäuscht, aber sicherlich nicht böse. Das war eine sportliche Entscheidung des Vorstands, die ich so akzeptiere“, wird Osman Semer von der Borkener Zeitung zitiert. Der Austausch mit dem Vorstand sei vernünftig gewesen und er wünsche der Mannschaft, „dass sie ihre sportlichen Ziele erreicht“.

André Stenert hat den TuS Velen früher als ursprünglich geplant verlassen.
André Stenert hat den TuS Velen früher als ursprünglich geplant verlassen. © Horst Andresen

Dass sein Nachfolger nun André Stenert wird, soll eine sehr kurzfristige Aktion gewesen sein, wie sowohl der Trainer als auch Matthias Tüshaus, Geschäftsführer der Fußball-Abteilung Wesekes, gegenüber der Borkener Zeitung sagen: „Wir vom Vorstand waren nicht unzufrieden mit der Arbeit von Osman Semer, sind aber der Meinung, dass wir mit André Stenert, der die Liga einfach viel länger kennt, bessere Chancen haben, den Klassenerhalt zu schaffen.“

Stenert habe auch bereits für die Kreisliga B zugesagt, in Weseke wird also auch für den „Worst Case“ langfristig geplant. Mit dem neuen Coach soll ein Neuaufbau gelingen – wie vor zehn Jahren, als er schon mal beim aktuellen Tabellenvorletzten anheuerte und prompt Rückrundenmeister wurde.

„Eine extreme Herzensangelegenheit“

„Das ist mein Heimatverein und damit eine extreme Herzensangelegenheit für mich. In der prekären Situation im Abstiegskampf galt es, keine Sekunde zu verlieren, denn die Spiele werden nicht weniger“, wird Stenert selbst zitiert. Er betont auch, dass er Velen nicht schon jetzt verlassen hätte, wenn der TuS selbst ebenfalls im Abstiegskampf stecken würde.

Ein Nachfolger für André Stenert steht noch nicht parat, interimsweise hat in dieser Woche Andreas Schnieders das Training übernommen und wird wohl auch am Freitagabend beim Heimspiel gegen den ETuS Haltern (19.30 Uhr) an der Seitenlinie stehen.

Der SV Adler Weseke absolviert indes – wie die meisten anderen Teams auch – am Wochenende kein Spiel aufgrund des Totensonntags. Die nächste A-Liga-Partie bestreitet das Team aus dem Borkener Stadtteil am 27. November gegen das zweite Halterner Team der Liga: Dann ist der TuS Sythen zu Gast.