Heute vor 10 Jahren standen Markus Schulze Zumkley und der FC Nordkirchen vor dem Fernduell um die Meisterschaft. © Jura Weitzel
Stichtag

Als der FC Nordkirchen eins der wichtigsten Fernduelle für sich entscheiden konnte

Zwei starke Teams treten in direkter Konkurrenz gegeneinander an. Beide Mannschaften haben den Aufstieg schon sicher, aber wer wird sich den begehrten Meisterschaftstitel sichern können?

Es ist Samstag der 16.04.2011. Das Meisterschaftsrennen der Herren-Tischtennis-Kreisliga könnte nicht spannender sein. Kopf an Kopf gehen der FC Nordkirchen und der SC Union Lüdinghausen II in den letzten Spieltag.

Der FCN startet dabei unter widrigen Voraussetzungen, denn ausgerechnet an diesem Spieltag müssen sie ersatzgeschwächt bei TuRa Bergkamen III antreten und dann auch noch auswärts. „Das war schon immer eine kleine logistische Meisterleistung“, so FCN-Spieler Markus Schulze Zumkley.

Denn die Spieler kamen aus dem gesamten Kreis, von Dortmund bis Selm war alles dabei. Trotzdem erinnert er sich, dass die Nordkirchener damals als „haushoher Favorit“ in das Spiel gestartet waren. „Für Tischtennisverhältnisse waren wir eine ungewöhnlich junge Truppe.“

Überraschend geht der erste Einzeldurchgang verloren

Dementsprechend starten die Gäste ordentlich in die Doppel, doch wider Erwarten verlieren sie den ersten Einzeldurchgang. So liegt Nordkirchen nur mit einem schmalen 5:4 vorne, während ein starker Lüdinghausener Zwischenstand vermeldet wird. Ist die Meisterschaft doch in Gefahr? Denn Lüdinghausen war zu der Zeit auch stark besetzt, das Team mit einigen Spielern aus der ersten Mannschaft gespickt, wie sich der Nordkirchener Schulze Zumkley erinnert. „Wir wussten aber auch, die spielen nicht immer mit der gesamten Truppe.“

Aber mitnichten, genau das brauchte die Mannschaft wohl, denn nun dreht der FCN vollkommen auf. Und aus einem 5:4 wird nun ein souveränes 9:4. Sieg und Meisterschaft sind perfekt.

Markus Schulze Zumkley erinnert sich an den Gewinn der Meisterschaft. © Weitzel © Weitzel

Eine Überraschung? Eher weniger, so der Nordkirchener Veteran. „Im Tischtennis ist es meistens schon im Vorfeld recht eindeutig, wie die Saison verlaufen könnte, wenn die Mannschaft komplett ist.“ Denn aufgrund der Tatsache, dass die Mannschaften überschaubar sind und man sich gegenseitig schon gut kennt, könne man gut einschätzen, was passiert, so der FCN Spieler. „Wir waren damals eigentlich in jeder Position verdammt stark besetzt, sogar auf den Reserveplätzen.“

Dementsprechend breit war die Brust mit Start der Saison. „Es war schon das Ziel, dann auch hochzugehen“, bestätigt er. Aber alles entspannt, im Tischtennis wird ein sehr lockerer Umgang miteinander gepflegt. So kam es, dass die Meisterschaft dann bis spät in die Nacht mit den Gegnern gefeiert wurde.

Doch so rosig wie damals gestaltet sich die Situation momentan nicht. Alle Hallen sind zu, das Training kann momentan gar nicht stattfinden und an die Steinplatten draußen wolle man auch nicht, so Schulze Zumkley. Zu dem kommt, dass der FCN nach Abbruch der letzten Saison auch noch auf den möglichen Aufstieg verzichtet hat. Die richtige Entscheidung? „Ja absolut! Man hat ja auch gesehen, wo wir dieses Jahr mit der Mannschaft stehen. Da waren wir auch nicht so gut.“

Schulze Zumkley zieht ein versöhnliches Fazit

Der FCN-Spieler zieht aber ein versöhnliches Fazit. „Die ganze Fahrerei und so weiter wollten wir nicht. Die Kreisliga ist vom Sportlichen her schon die genau passende Liga und wir waren ja auch schon ganz häufig in der Bezirksklasse.“

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