Fliegt ab dem Sommer für den FC Nordkirchen: Yannick Barenberg spielt noch beim Liga-Konkurrenten Union Lüdinghausen. © Yannick Barenberg
Fußball

Eine Fußball-Floskel kann Nordkirchens Sommer-Neuzugang Yannik Barenberg nicht mehr hören

Yannick Barenberg wechselt im Sommer von Union Lüdinghausen zum FC Nordkirchen. Trotz anderer Angebote entschied sich der Torwart für den FCN. Im Gespräch imponierte er Trainer Mario Plechaty.

Viele Spiele konnten in dieser Amateurfußball-Saison noch nicht gemacht werden. In einem stach Yannick Barenberg aber so hervor, dass ihn der FC Nordkirchen danach direkt holen wollte – und das hat geklappt. Im Sommer wechselt der Torwart zum Bezirksligisten.

„Er hat im Hinspiel sehr gut gehalten“, sagt der Sportliche Leiter David Handrup. Trainer Mario Plechaty ist ebenfalls begeistert. „Er hat uns gezeigt, was er für ein Torwart er ist.“ Am zweiten Spieltag dieser Saison spielte Nordkirchen gegen Union Lüdinghausen. Trotz zahlreicher Chancen gewann der FCN nur mit 1:0.

Das waren aber nicht die einzigen Argumente für Barenberg „Wir mussten auf der Position was tun und wollten einen jungen Torwart. Er bringt alles mit und hatte auch andere Angebote“, so Plechaty.

„Das stimmt“, sagt Barenberg. „Ich hatte auch andere Angebote von höherklassigen Mannschaften.“ Warum entschied sich der 20-Jährige trotzdem für Plechatys Team?

„Wir haben die gleichen Vorstellungen von Fußball“

„Ich wollte für mich den nächsten Schritt einleiten. Wie weit kann ich persönlich und fußballerisch gehen? Sie spielen auf einem guten Niveau mit guten Weiterbildungsmöglichkeiten. Sie hatten das beste Gesamtpaket“, erklärt der Torhüter seine Entscheidung.

„Das Gespräch mit Mario war extrem gut. Wir haben die gleichen Vorstellungen von Fußball und wo der Verein hin soll. Auch das Torwarttraining war ein wichtiger Punkt. Hier habe ich gute Voraussetzungen.“

Plechaty sei von dem Gespräch mit ihm „imponiert“ gewesen, wie der Trainer sagte. Barenberg vermutet warum. „Wahrscheinlich hat ihn mein Ehrgeiz imponiert. Wenn wir 5:1 gewinnen, ärgere ich mich über das Gegentor. Ob drei Stunden vor oder nach dem Training, ich mache auch mal Extra-Training. Mein Ehrgeiz ist extrem prägend.“

Das sei auch ein Grund gewesen, warum er innerhalb der Bezirksliga wechselte. „Nordkirchen spielt um den Aufstieg, Lüdinghausen eher ums Überleben. Wenn sie es diese Saison nicht schaffen, möchte ich dafür sorgen, dass sie in den nächsten ein, zwei Jahren aufsteigen.“

Barenbergs Vorbild ist Yann Sommer

Mit Philipp Sandhowe verlässt im Sommer der Stammtorwart den Verein in Richtung SV Herbern. Ein weiterer Torwart außer ihm wurde bisher nicht verpflichtet. „Es wäre blöd, wenn ich von einem Stammplatz weggehe, um auf der Bank zu sitzen“, erklärt Barenberg vielsagend.

Sein Torhüter-Vorbild war früher Rene Adler, ist aber mittlerweile Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach. „Ich bin selbst nicht so groß. Er ist fußballerisch sehr gut. Mir ist es wichtig, dass man mit rechts und links spielen kann und auch mal mitspielt“, sagt der 1,81 Meter große Schlussmann.

Eine Fußball-Floskel kann er deswegen nicht hören. „Klassische Torhüter können kein Fußball spielen. Da stößt es mir auf. Ich will besser Fußballspielen können als die, die mir das gesagt haben.“

In der Jugend spielte Barenberg für den VfB Waltrop, DJK TuS Hordel und Rot-Weiss Ahlen. Bei Ahlen spielte zu der Zeit auch ein weiterer Nordkirchener Sommer-Neuzugang mit Leon Lücke. „Ich kenne ihn, aber wir haben nicht zusammengespielt.“

Sonst kenne er aber noch keinen seiner neuen Mitspieler. Das wird sich aber schnell ändern, wenn Barenberg in der kommenden Saison so hält wie in dieser mit Lüdinghausen gegen sie.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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