Florian Siemerling (r.) hat sich beim FC Nordkirchen bestens eingelebt. © Matthias Henkel
Fußball

Florian Siemerling schwärmt vom FC Nordkirchen und spricht vom Aufstieg

Der Verteidiger ist der zweitjüngste Spieler beim Bezirksliga-Spitzenreiter und machte dennoch fast jedes Spiel über die volle Distanz mit. Bisher erlebte Florian Siemerling eine perfekte Zeit.

Neben Alexander Koch ist Florian Siemerling der zweitjüngste Spieler beim Fußball-Bezirksligisten. Dass das aber auf seine Leistung überhaupt keinen Einfluss hat, zeigte sich in den bisherigen Spielen oft genug. Auf der Linksverteidiger-Position war der Jungspund nahezu gesetzt.

Allerdings kam der Neuzugang auch mit großen Vorschusslorbeeren zum FCN, schließlich spielte Siemerling in der Jugend-Bundesliga beim FC Schalke 04. Dass es aber so gut lief, überraschte dennoch etwas: „Natürlich macht man sich vor einem Wechsel schon so seine Gedanken, wie die ersten Wochen werden und wie man aufgenommen wird. Aber ich muss ehrlich sagen, dass meine Erwartungen weit übertroffen wurden. Es war bisher eine super Zeit.“

Dass der Neuling so sehr von seiner neuen Mannschaft schwärmt, hat mehrere Gründe. „Ich muss einfach sehr gut aufgenommen. Es gab keine Grenze zwischen jüngeren und älteren Spielern, überhaupt kein Welpenschutz. Natürlich haben wir die alten Hasen wie Florian Fricke und Nils Venneker häufiger auch gut geholfen. Sonst war es auch sportlich ein unfassbar gutes Niveau. Da hat es einfach richtig Bock gemacht zu spielen.“

Florian Siemerling hat beim FC Nordkirchen noch Großes vor

Für Siemerling ist es aktuell das erste Seniorenjahr und noch muss er die Härte etwas annehmen lernen. „Gerade in den ersten Spielen hat es mich schon alles etwas überrascht, aber ich glaube, dass ich immer besser rein kam“, sagt der Linksverteidiger, der bisher auf seiner Position weitestgehend konkurrenzfrei war und deshalb so viele Partien absolvieren konnte. „Ich hatte natürlich auch etwas Glück, dass in der Abwehr ein paar Spieler verletzt waren, aber ich denke, dass ich es auch sehr gut gemacht habe.“

Ein bisschen etwas zu meckern hat er dennoch und das hängt – natürlich – mit den letzten Spielen vor der Corona-Unterbrechung zu tun. „Man hat schon ein paar Wochen früher gemerkt, dass einfach nicht mehr alle bereit waren, an ihre Leistungsgrenzen zu gehen. Da darf sich auch keiner rausnehmen. Ich selbst hatte bei der Niederlage in Huckarde mein mit Abstand schwächstes Spiel. Dann ist es natürlich auch schade, dass wir nicht mehr die Chance hatten, das wieder gut zu machen“, so Siemerling, der das große Saisonziel allerdings längst nicht aus den Augen verloren hat.

„Wir wollen trotzdem immer noch unbedingt aufsteigen und noch ist ja überhaupt gar nichts verloren. Ich denke, dass wir die beste Mannschaft der Liga sind und das nur auch aufs Feld bringen müssen. Ich glaube auch, dass wir selbst bei den Siegen zum Saisonbeginn noch nicht auf 100 Prozent waren.“

Während der Amateursport aber bekanntlich immer noch ruht, bekommt der Fußball-Liebhaber auch in dieser Zeit nicht wirklich Abstand von seinem Lieblings-Sport. „Im Gegenteil. Wenn man aktuell mehr Zeit hat, bekommt man noch mehr Interesse an der Bundesliga. Ich gucke super gerne die Konferenz am Samstagnachmittag. Ich glaube, dass es in diesem Jahr sehr lange sehr spannend sein könnte.“ Nur der Blick auf seinen Ex-Verein und eigentlich große Liebe aus Gelsenkirchen macht Florian Siemerling etwas Angst und Bange.

„Mit Schalke ist es eigentlich genau anders herum. Da ist das Interesse in den letzten Jahren doch deutlich zurückgegangen. Man kann sich mit der Mannschaft einfach nicht mehr identifizieren und egal, welcher Trainer da an der Seitenlinie steht, es wird ganz schwer zu retten sein. Da passt einfach ganz viel nicht zusammen“, so der Linksverteidiger, der „hungrig darauf wartet, dass ich endlich wieder auf den Platz zurückdarf.“

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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