Der FC Nordkirchen hat in dieser Saison mit viel Verletzungspech zu kämpfen. © Matthias Henkel
Fußball

In dieser Saison noch ohne Einsatz für den FC Nordkirchen – nach dem Lockdown soll es anders werden

Der FC Nordkirchen ist in dieser Saison stark von Verletzungspech betroffen. Ein Spieler ohne Saisoneinsatz will angreifen und weiß, worauf es im Aufstiegsrennen noch ankommen wird.

Viel Pech hatte der FC Nordkirchen in den Spielen bis zum Lockdown was Verletzungen betrifft. Der Bezirksligist hatte an keinem Spieltag seinen kompletten Kader beisammen.

Einer derjenigen, auf den der Tabellenführer bislang komplett verzichten musste, ist Nico Plechaty. Der im vergangenen Winter vom SV Herbern gekommene Rechtsverteidiger stand in dieser Spielzeit in noch keinem Pflichtspiel für den FCN auf dem Feld.

Nico Plechaty machte in dieser Saison verletzungsbedingt noch kein Pflichtspiel. © Timo Janisch © Timo Janisch

Rückblick: Anfang August, der FC Nordkirchen tritt zu einem Testspiel bei Landesligist SuS Kaiserau an. Die Partie gewinnt der FCN zwar mit 5:3, bezahlt aber einen hohen Preis. „Ich wurde in der Halbzeit eingewechselt“, erzählt Nico Plechaty. „Bei einem Sprint hat es dann auf einmal in der Leiste gezogen. Fünf Minuten nach der Einwechslung war ich schon wieder runter.“

FC Nordkirchen marschiert durch die Bezirksliga

Nach der medizinischen Untersuchung stellt sich heraus, dass sich Plechaty einen doppelten Muskelfaserriss an der Leiste zugezogen hat. Für den 21-Jährigen bedeutet das eine mehrwöchige Pause. Ohne den Rechtsverteidiger holt der Mitfavorit auf den Landesliga-Aufstieg fünf Siege aus den ersten fünf Spielen. Danach gerät der FCN-Motor durch lediglich vier Punkte aus drei Spielen etwas ins Stottern.

So gesehen könnte die verfrühte und verlängerte Winterpause auch eine Chance für den FC Nordkirchen sein. Immerhin befindet sich Nico Plechaty mittlerweile wieder im Aufbautraining. Im neuen Jahr könnte der FCN eventuell auch wieder auf Daniel von der Ley, Thomas Eroglu und Dominik Dupke zurückgreifen.

Plechaty will. wenn es wieder los geht, eine Alternative auf der rechten Abwehrseite sein. Zurzeit befindet sich der Rechtsverteidiger im Aufbautraining. Der 21-Jährige geht laufen. „Außerdem halte ich mich im Home Gym fit“, so Plechaty.

Entscheidend wird für die nähere Zukunft dann sein, möglichst keine Rückschläge zu erleiden. „Für mich selbst wünsche ich mir, dass ich fit und gesund bleibe. Das steht für mich an erster Stelle“, antwortet Plechaty, gefragt nach seinen persönlichen Saisonzielen.

Ex-Herberner ist vom Aufstieg überzeugt

Diesen übergeordnet ist aber der Mannschaftserfolg. Am Ende einer Saison, von der derzeit niemand weiß, wann sie beendet sein wird, soll der Aufstieg in die Landesliga stehen. Einfach wird das nicht. „Ich bin ganz ehrlich: Es wird nicht so sein, dass wir mal eben so durchzumarschieren. Ich bin überrascht, die Qualität ist sehr hoch“, meint Plechaty und schiebt nach: „Erschreckend hoch sogar.“

Dennoch ist der Ex-Herberner davon überzeugt, dass der FC Nordkirchen das Zeug zur Bezirksliga-Meisterschaft hat. „Wenn die Jungs alle positiv gestimmt sind und Bock haben, ist das machbar“, sagt Nico Plechaty. „Es ist alles eine Einstellungs- und Kopfsache.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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