Josef Mertens und Sebastian Schimschewski achten beim SC Capelle auf die Einhaltung von Corona-Schutzbestimmungen. © Sebastian Reith
Coronavirus

Nach Corona-Fall beim SV Herbern: Nordkirchener Klubs in Alarmbereitschaft

Der Corona-Fall beim SV Herbern hat die Klubs in der Nachbargemeinde Nordkirchen zu Maßnahmen veranlasst. So dürfen einige Spieler nicht zum Mannschaftstraining kommen.

Der Corona-Fall beim Fußball-Landesligisten SV Herbern hat auch die Vereine in der Gemeinde Nordkirchen in Alarmbereitschaft versetzt. Einige Spieler durften nach Kontakten zu Herberner Fußballern vorsorglich nicht am Mannschaftstraining teilnehmen.

Die Vereine beobachten die Entwicklungen genau. Der Tenor ist aber: Man ist vorsichtig, aber Grund zur Besorgnis herrsche nicht.

Nachdem einige Spieler des Bezirksligisten FC Nordkirchen vergangene Woche Kontakt zu Herberner Fußballern gehabt haben, hat der Verein ihnen die Teilnahme am Training in Nordkirchen vorerst untersagt, wie David Handrup, Vorsitzender der Fußballabteilung am Sonntagmittag erklärte. Die Zahl der Spieler bezifferte Handrup auf drei bis fünf – sie zeigten keinerlei Symptome.

FC Nordkirchen verordnet möglichen Kontaktpersonen eine Pause

Bis nicht klar ist, ob die Kontaktpersonen positiv getestet sind, haben sie aber im Mannschaftstraining nichts zu suchen, stellte Handrup klar. Es ist eine Vorsichtsmaßnahme. Sport treiben dürfen die Spieler, allerdings nur individuell. Tests seien noch nicht erfolgt. „Wir warten ab, ob weitere Herberner positiv getestet worden sind“, sagte Handrup. In Kontakt stünden die beiden Vereine Handrup zufolge nicht.

Beim SV Herbern hatte ein Gastspieler am Training der ersten Mannschaft des SV Herbern in der vergangenen Woche teilgenommen. Am Freitag wurde bekannt, dass ein Corona-Test positiv ausgefallen war, nachdem der Spieler über Halsschmerzen geklagt hatte.

Amateurfußball bildet ein Netzwerk unabhängig von der Vereinszugehörigkeit

Die Fußballwelt ist unter Amateursportlern manchmal eine sehr kleine. Spieler unterschiedlicher Klubs gehen am Abend mal ein Bierchen trinken. Der eine spielt im Nachbardorf, hält Kontakt zu seinen Ex-Vereinen – ein Netzwerk hunderter Fußballer. Da ist die Gefahr vorhanden, dass sich das Coronavirus von einem Verein auch in einen anderen hinein überträgt.

Beim SC Capelle herrscht ebenfalls eine besondere Sensibilität. Das Dorf liegt nur zehn Autominuten von Herbern entfernt. Die Verflechtungen sind seit Jahren da. Spieler aus Herbern spielen für Capelle und umgekehrt. Einen positiven Fall habe es bisher nicht gegeben, sagte Sebastian Schimschewski. Er ist nicht nur Sportlicher Leiter, sondern auch Hygienebeauftragter, achtet bei Heimspielen penibel darauf, dass sich Gäste auf der Anlage die Hände desinfizieren und Abstände einhalten.

SC Capelle: Spieler müssen sich bei Anzeichen melden

Abgefragt habe der SCC bei seinen Spieler konkret nicht, ob sie Kontakt hatten, sagte Schimschewski. Vereinsintern sei aber über den Fall in Herbern gesprochen worden. Die Spieler wüssten Bescheid: „Sobald Anzeichen da sind, müssen Spieler diese dem Verein melden.“

In den vergangenen Wochen habe es bereits zwei Fälle gegeben, bei denen berufliche Kontakte zu einem erhöhten Ansteckungsrisiko geführt hätten. Auf den Arbeitsstellen der Spieler hatte es nämlich positive Fälle gegeben. „Wir lassen die Spieler zwei Wochen pausieren beziehungsweise nur mit einem Negativtest wieder teilnehmen“, sagte Schimschewski.

Auch Franz-Josef Dornhege, Vorsitzender der Fußballabteilung des SV Südkirchen sagt: „Ganz klar, das verfolgen wir schon. Ich habe noch einmal unsere Spieler sensibilisiert, dass sie darauf achten, sich nicht anzustecken. Viel mehr können wir nicht machen.“ Ob Südkirchener Fußballer Kontakt hatten, ist dem Verein nicht bekannt.

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Sportler durch und durch, der auch für alle Sportarten außerhalb des Fußballs viel übrig hat. Von Hause aus Leichtathlet, mit einer Faszination für Extremsportarten, die er nie ausprobieren würde. Gebürtig aus Schwerte, hat volontiert in Werne, Selm, Münster und Dortmund.
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Sebastian Reith

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