Für Trainerin Stefanie Benting und den FC Nordkirchen ist es keine einfache Situation. © Jura Weitzel
Basketball

Nichts ist normal beim FC Nordkirchen – eine Sache fehlt aber ganz besonders

Die Corona-Einschränkungen treffen auch die Basketballerinnen des FC Nordkirchen hart. Eine Sache vermisst die Mannschaft aber besonders bitterlich.

Im Augenblick ist alles anders: „Zu normalen Zeiten trainieren wir zweimal die Woche und haben an den Wochenenden Spiele“, sagt Stefanie Benting, Trainerin der Damen-Basketballmannschaft des FC Nordkirchen.

Doch seit Anfang November steht der Spielbetrieb still, genau wie bei allen anderen Vereinen in Deutschland. Kein gemeinsames Training und keine Spiele gegen andere Mannschaften mehr. Die Spielerinnen des FC Nordkirchen hat das schwer getroffen: „Es ist wie im ersten Lockdown, alle Aktivitäten sind runtergefahren, ein gemeinsames Training ist verboten“, so Stefanie Benting. Seit über 30 Jahren ist sie in der Basketballabteilung aktiv, etwas Derartiges hat sie noch nicht erlebt.

Saisonstart des FC Nordkirchen wurde geschoben

Die Basketballdamen des FC Nordkirchen spielen in der Bezirksliga. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Saisonstart immer weiter nach hinten geschoben. Er ist zur Zeit noch für Januar geplant, aber daran glaubt inzwischen niemand mehr. „Natürlich wünschen wir uns, endlich in die Saison zu starten, aber ich bezweifle, dass dies schon im Januar möglich sein wird“, sagt Stefanie Benting.

Um weiter erfolgreich spielen zu können, müssen sich die Spielerinnen auch während des Trainingsverbots fit halten, doch das ist schwierig. „Ich versuche mindestens zweimal in der Woche joggen zu gehen und mache zusätzlich Workouts“, sagt Paula Podien, „aber im Frühjahr ist es mir leichter gefallen, mich aufzuraffen als jetzt in der dunklen Jahreszeit.“

Die 18-jährige Studentin spielt seit zwölf Jahren als Center in der Damenmannschaft und vermisst den Zusammenhalt des Teams im Training. „Um uns gegenseitig zu motivieren, schicken wir Bilder von unseren Trainingsrunden und Workouts in die Mannschaftsgruppe. Aber das ist natürlich nicht das gleiche wie früher. Basketball ist ein Teamsport, man kämpft gemeinsam und die Mannschaft steht hinter einem“ – dieses Gemeinschaftsgefühl fehlt Paula Podien und ihren Mitspielerinnen.

Spielerinnen halten sich eigenverantwortlich fit

Die Trainerin ist stolz auf ihre Spielerinnen, die sich eigenverantwortlich fit und einsatzbereit halten, aber trotzdem fehlt ein großer Teil des Trainings: „Taktik und Zusammenspiel kann man nicht allein üben“, so Benting. Und: Um Spielmanöver angemessen trainieren zu können, ist eine Halle mit echten Abmessungen und Feldmarkierungen nötig. Eine Erlaubnis für Outdoorsport würde den Basketballerinnen deshalb kaum helfen, denn „Basketball ist und bleibt eben ein Indoorsport“, erklärt Stefanie Benting.

Auch wenn sie Verständnis für die Einschränkungen haben: „Wir alle wünschen uns, dass wir möglichst bald wieder trainieren und in die Saison starten können“, sind sich Spielerinnen und Trainerin einig.

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