Reinhard Behlert (l.) muss länger auf einen Spieler verzichten. © Nico Ebmeier
Fußball

„Nur ganz viele blaue Flecke“: SC Capelle-Spieler verletzt sich nicht, fehlt aber trotzdem erstmal

Das B-Liga-Derby gegen den FC Nordkirchen II bezahlte der SC Capelle nicht nur mit einer Niederlage, sondern auch mit einigen Verletzten. Einem Spieler geht es aber schon wieder besser.

Es hat zweifellos ordentlich gekracht bei diesem Gemeindederby in der Fußball-Kreisliga B zwischen dem FC Nordkirchen II und dem SC Capelle. Ob nun tatsächlich eine der beiden Mannschaft übermäßig hart das Spiel geführt hat, müssen die Trainer der Fußball-B-Ligisten unter sich klären. Sicher ist aber, dass der SCC gleich drei Spieler verletzt auswechseln musste. Einem davon geht es nun allerdings schon viel besser.

Nach etwas mehr als 60 Minuten ging Stefan Wittkamp in einen Zweikampf mit Jan-Hendrik Rabitsch. Der Nordkirchener wäre sonst wohl durch gewesen und hätte das 1:0 auf dem Fuß gehabt. Doch Wittkamp klärte in letzter Sekunde und blieb dann mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden liegen. Trainer Reinhard Behlert nahm den Verteidiger kurz danach vom Platz.

Dass sich der Capeller, wie es zunächst aussah, schlimmer verletzt hat, hat sich aber nicht bewahrheitet. „Es waren nur ganz viele blaue Flecke“, sagt der 26-Jährige lachend. „Nichts Schlimmeres. Ich habe Dienstag sogar schon wieder bei der zweiten Mannschaft trainiert.“

Dass es von irgendeiner Seite ein überhartes Derby war, sieht Stefan Wittkamp trotz seiner Blessuren nicht wirklich so. „Es war ganz sicher sehr hart umkämpft. Aber so sind Derbys dann eben auch. Der Schiedsrichter hat einfach nicht durchgegriffen und sehr oft strittig entschieden. Auch den Platzverweis gegen uns muss man nicht unbedingt geben.“ Zwar war Fabian Steinhoff der „Letzte Mann“, als er foulte, Wittkamp hätte selbst aber wohl noch eingreifen können.

Stefan Wittkamp (am Boden) hat keine schlimmeren Verletzungen aus dem Derby mitgebracht.
Stefan Wittkamp (am Boden) hat keine schlimmeren Verletzungen aus dem Derby mitgebracht. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Dabei war es durchaus eine große Überraschung, dass der Verteidiger überhaupt zum zweiten Mal in Serie für Reinhard Behlert auf dem Platz stand. Eigentlich hatte der 26-Jährige berufsbedingt vor drei Jahren der ersten Mannschaft den Rücken zugekehrt und spielt seitdem in der Reserve. Dass es nun zu zwei Comeback-Spielen kam, ist einzig und allein dem geschuldet, dass dem B-Ligisten die Spieler ausgehen.

Stefan Wittkamp sieht SC Capelle auf gutem Weg

„Ich bin Spieler der zweiten Mannschaft, aber es ist eben der Unterbau der Ersten. Wenn Behle dann ein paar von uns braucht, helfen wir immer gerne aus“, so Wittkamp, der trotz der eher schwächeren Ergebnisse aus den letzten beiden Partien mit dem Auftreten des Teams sehr zufrieden ist.

„Nordkirchen II und auch Senden wollen beide gerne aufsteigen. Sie investieren ganz anders, als wir es tun. Das ist eine ganz andere Philosophie. Und dafür haben wir uns zweimal wirklich gut verkauft. Wäre von Nordkirchen nicht so ein Sonntagsschuss reingeflogen, hätten wir wohl auch da einen Punkt geholt“, lobt Wittkamp seine Mannschaft.

Rein personell könnte Behlert auch am kommenden Sonntag um 15 Uhr (Gorfeldstraße, Nordkirchen) beim Spiel gegen den Birati Club Münster einen fitten Verteidiger gebrauchen, doch zu einem dritten Einsatz wird es vorerst nicht kommen. „Ich bin erstmal drei Wochen im Urlaub. Ob ich danach wieder aushelfe, wird man sehen“, so Stefan Wittkamp.

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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