Stabhochspringer Alfred Achtelik weiß nun, wie seine restliche Sommersaison aussehen wird. © Julia Schirazi
Leichtathletik

Saison-Aus oder doch DM-Teilnahme? Stabhochspringer Alfred Achtelik hat nun Gewissheit

Für den Stabhochspringer Alfred Achtelik war es keine leichte Sommersaison. Er war topfit, doch dann kam eine undefinierbare Verletzung dazwischen. Ein Arztbesuch in Freiburg schafft nun Klarheit.

Die Deutsche Seniorenmeisterschaft Mitte September sollte für Stabhochspringer Alfred Achtelik das Highlight der sehr durchwachsenen Sommersaison werden. Erst im Juni konnte er mit Konkurrenz springen, da Wettkämpfe lange Zeit nur für Kaderathleten zugelassen waren. Doch eine undefinierbare Verletzung warf den Athleten des FC Nordkirchen aus der Bahn. Nun weiß Achtelik, was seine Schmerzen an der Hüfte verursacht und ob er doch noch bei der DM antreten kann.

Acht Wochen nachdem sich der 61-Jährige beim Aufwärmen verletzt hatte, kristallisiert sich nun heraus, dass das Ganze wohl doch schwerwiegender als zuvor angenommen ist. Erst rechnete Achtelik lediglich mit typischen muskulären Problemen, die sich schnell wieder auskurieren lassen.

Arztbesuch in Freiburg schafft Klarheit für Achtelik

Ein weiterer Besuch bei seinem langjährigen Arzt in Freiburg ergab jedoch, dass ein Muskel gerissen ist. Da der Zeitpunkt der Verletzung schon so lange zurückliegt, kann eine Operation nicht mehr helfen. „Das ist irreparabel, sodass die Regeneration ein längeres Unterfangen wird“, erklärt Achtelik.

Jetzt gilt es für den Stabhochspringer genau die Trainingsmethoden zu finden, um seine Hüfte nicht zu überlasten. Langsam rantasten ist somit die Devise. „Im Moment kann ich lediglich 100 Meter am Stück laufen, mit Sprinten hat das aber noch nichts zu tun“, erklärt der Nordkirchener. Wenn er doch einmal versucht, intensivere Einheiten zu absolvieren, muss er tagelang Pause machen. Die Deutsche Seniorenmeisterschaft ist somit aus seinem Kalender gestrichen.

Fachmann für Verletzungen und langwierige Regeneration

Der Muskelriss zieht aber auch andere Dinge nach sich. Seine Achillessehne, die jahrelang ruhig war, meldet sich durch die einseitige Belastung nun wieder. Die Sorge, dass solche Schäden auf Dauer bleiben, sodass er nicht mehr zu seiner alten Stärke zurückfinden kann, ist definitiv präsent.

Aber Achtelik sagt von sich selbst, dass er ein Fachmann darin sei, Verletzungen aufzuarbeiten und sich wieder zurückzukämpfen. „Ich habe schon so viel durchgemacht in den vergangenen Jahren“, erinnert sich der Stabhochspringer. Aber er wolle nun nicht mehr nach hinten schauen. „Sonst ärgere ich mich jeden Tag aufs Neue über die Verletzungen.“

Internationale Meisterschaft stehen auf dem Plan

Wie lange es dauert bis er wieder einen Stab in der Hand hält, kann der 61-Jährige im Moment noch nicht prognostizieren. Zunächst steht jetzt langsameres, dann schnelleres Laufen auf dem Programm. Erst danach sollen erste Sprungeinheiten folgen. „Ich hangele mich gerade von Tag zu Tag, bis ich wieder sprungfähig bin. Schön wäre es aber, wenn ich im Oktober, bevor die Hallensaison losgeht, noch mal eine Technikeinheit machen kann.“

Achtelik hofft, dass er bis dahin die Kurve kriegt und will im Anschluss die Wintersaison in den Fokus nehmen. Bis zum nächsten großen Highlight, der WM in Finnland im Sommer 2022 werde er aber mit Sicherheit wieder fit sein, schätzt der 61-Jährige.

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