Nils Venneker hat sich Gedanken zum Wechsel des Quartetts vom FC Nordkirchen zum SV Herbern gemacht. © Nico Ebmeier
Fußball

Was Kapitän Nils Venneker zum Vierer-Wechsel vom FC Nordkirchen zum SV Herbern denkt

Thomas Eroglu, Tim Bröer, Philipp Sandhowe und Daniel Krüger laufen ab dem Sommer statt für den FC Nordkirchen für den SV Herbern auf. Kapitän Nils Venneker hat dazu einiges zu sagen.

Wechsel zwischen Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen und Landesligist SV Herbern kamen in der Vergangenheit immer wieder mal vor. Als vor einigen Tagen aber bekannt wurde, dass Thomas Eroglu, Tim Bröer, Philipp Sandhowe und Daniel Krüger im Sommer gleich im Viererpack an die Werner Straße wechseln, war das dann doch überraschend.

Auf die Verantwortlichen beim FC Nordkirchen dürfte jetzt einiges an Arbeit warten. Der Sportliche Leiter David Handrup muss sich um Ersatz bemühen, Trainer Mario Plechaty wird die Neuen in den Kader integrieren müssen und aus all seinen Kaderspielern eine Mannschaft formen.

Nils Venneker zeigt Verständnis

Dabei helfen können die Führungsspieler des Teams. Einer von ihnen ist Nils Venneker, der zusammen mit Florian Fricke das Kapitänsduo beim FC Nordkirchen bildet. Generell zeigt Venneker Verständnis für die Entscheidung seiner Teamkollegen. „Ich kann das verstehen. Alle haben offen angesprochen, dass sie nochmal etwas Neues machen wollen.“

Für Torwart Sandhowe mit seinen 30 Jahren gebe es nicht mehr viele Möglichkeiten, noch zu wechseln, Bröer wohne in Münster und Herbern sei von dort besser zu erreichen und die Freundin von Krüger spiele beim SVH, berichtet Venneker. Und dann ist da noch Thomas Eroglu: „Er gehört da einfach mit zum Clan“, so Venneker.

Von daher könne er verstehen, warum sich das Quartett zum Wechsel entschieden habe. Venneker sagt aber auch: „Ich will nicht sagen, dass ich das unterstütze. Und immerhin werden wir ja noch ein halbes Jahr zusammenspielen. Auch danach werden wir uns weiter treffen und befreundet bleiben.“

Lob für den SV Herbern

Über den SV Herbern, bei dem Venneker selbst spielte, hat er ohnehin nur Gutes zu berichten. „Ich kann niemandem abraten, dort nicht hinzugehen. Ich hatte damals dort eine gute Zeit. Mir würde es dort auch Spaß machen.“

Von der Entscheidung war Venneker aber erst mal dennoch überrascht. „Im ersten Moment habe ich mir nur gedacht: ‚Oh, scheiße‘“, sagt der Kapitän. Mittlerweile erkennt er aber im Wechsel des Quartetts aber auch Chancen. „Wir waren schon ein eingeschworener Haufen. Aber ich finde es cool, neue Leute kennenzulernen.“

Dass die Bald-Herberner mit dem Kopf beim SVH sein werden, glaube Venneker nicht. „So schätze ich sie nicht ein. Wenn die nicht Gas heben, will ich die auf der Bank sehen“, sagt er lachend und fügt dann ernster hinzu: „Die werden sich alle reinhängen, davon gehe ich fest aus.“

FC Nordkirchen wäre die bessere Mannschaft

Und im Optimalfall sieht Venneker das Quartett im nächsten auch auf dem Feld wieder – gesetzt dem Fall, dass der FC Nordkirchen aufsteigt und der SV Herbern nicht in die Westfalenliga hochgeht. „Das wäre schon cool“, meint Venneker. „Es wäre auch ein super Spiel für die ganze Region, das wäre ein Zuschauermagnet.“

Wie würde denn ein direktes Duell zwischen Nordkirchen und Herbern ausgehen? „Es könnte ein 0:0 werden, weil wir uns alle mittlerweile so gut kennen“, meint Nils Venneker und fügt lachend hinzu: „Aber alle wissen, dass wir die Besseren sind.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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