Werden oft in Verbindung mit Bier-Bäuchen gebracht: Spieler des SC Capelle haben bewiesen, dass Waschbären - und ihre Bäuche - auch sportlich sein können. © dpa (Symbolbild)
Fußball

Waschbär-Bäuche sind nicht nur weich, sondern können auch laufen – und zwar viel

Bis Ende November lief die Spendenaktion des SC Capelle. Ein hoher dreistelliger Betrag wurde dabei für den guten Zweck gesammelt - und der könnte noch weiter steigen.

Zehn Minuten vor der Deadline kamen die entscheidenden Kilometer herein. Damit sicherte Lars Zimmermann seinen „Waschbärbauch Runners“ den Sieg bei der Spendenaktion des B-Ligisten SC Capelle. Und was noch wichtiger ist: Insgesamt kamen dabei 740 Euro an Spenden zusammen.

„Wir freuen uns sehr. Die Unterstützung war toll. Jeder Euro hilft“, sagt der spielende Co-Trainer und Sponsor der Aktion Fabrizio Pate, der davon ausgeht, dass die Summe durch diverse Aufrundungen auf 800 Euro steigen werde. Wofür das Geld gespendet wird, werde spätestens bis kurz vor Weihnachten entschieden.

Insgesamt kamen 1.800 Kilometer bei der Aktion zusammen, die eigentlich erst als teaminterne Lauf-Challenge begann, dann die Runde machte und zu einem Spendenlauf wurde. 1.500 Kilometer hatte sich die Mannschaft als Ziel gesetzt. Zehn Cent spendete Pate pro Kilometer an das Projekt.

In Dreier-Teams kämpften die Spieler neben Spenden auch um die Ehre. Am Ende gewannen die „Waschbärbauch Runners“ durch die kurz vor Schluss eingegangenen Kilometer von Jan Zimmermann mit insgesamt 369 Kilometern – 3 Kilometer vor dem Team „Nicht schnell, aber erfolglos“.

Lars Zimmermann lief die meisten Kilometer

Mit 164 Kilometern war Zimmermann auch der erfolgreichste Läufer der Mannschaft, knapp vor Stefan Möer von „Nicht schnell, aber erfolglos“, der 14 Kilometer weniger lief.

„Wir haben nur wöchentliche Updates gegeben. Deswegen wusste am Ende keiner, wie knapp es war. Als wir die Ergebnisse beim Online-Meeting am Montag bekannt gaben, war die Freude natürlich groß“, sagt Pate.

Trotz des großen Erfolgs werde die Aktion nicht verlängert. „Wir haben den 30.11. als Ende kommuniziert und dabei bleibt es auch. Wir werden die App, über die wir uns zum Laufen vernetzt haben, aber weiter nutzen.“

Das Aktionsende heißt aber nicht, dass die Spieler jetzt ihre Beine hochlegen dürfen. Einmal wöchentlich werde sich online zu einer Fitnesseinheit getroffen. Dabei ginge es aber auch darum, in Kontakt zu bleiben.

„Die Spendenaktion war ein tolles Ereignis, die aus dem Gespräch heraus entstanden ist. Das zeigt, dass die Chemie in der Mannschaft stimmt.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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