Dominik Dupke will dem FC Nordkirchen bald wieder helfen. © Sebastian Reith
Fußball

„Willst bisschen Haut sehen?“ – Dominik Dupke plagen nach Verletzung besondere Probleme

Der Ex-Wethmarer machte mit seinem neuen Verein nur drei Spiele und verletzte sich dann im eigenen Haushalt schwer. Nun gibt es aber kleine Fortschritte.

„Als es geknackt hat, wusste ich schon, was los war“, beschrieb Dominik Dupke Mitte September seine Verletzung. Bei einem Arbeitsunfall brach sich der Spieler des Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen das Wadenbein und riss sich das Syndesmoseband. Seitdem sind nun knapp zwei Monate vergangen.

„Ich war am Montag das erste Mal beim Physiotherapeuten und dann konnte ich mich das erste Mal wieder etwas bewegen. Auch wenn man das nicht wirklich laufen nennen konnte, war das ein erster Fortschritt“, so Dupke. So drei bis vier Monate wird der Ex-Wethmarer seinem Verein aber trotzdem noch fehlen, er rechnet mit einem Wiedereinstieg im Februar 2021.

Bis dahin muss Dominik Dupke aber dann wieder an seinem Körper arbeiten. „Letztens habe ich zu meiner Freundin gesagt: Hey, willst mal ein bisschen Haut sehen? Gefühlt habe ich keine Muskeln mehr“, sagt der Nordkirchener und lacht. „Es ist eigentlich unglaublich, was mit dem Körper passiert, wenn man mal zwei Monate keinen Sport mehr macht.“

Doch dabei kommt ihm der Corona-Lockdown natürlich etwas entgegen: „Ganz persönlich für mich ist es natürlich gut, dass ich so hoffentlich ein paar mehr Spiele machen kann, als wenn die Saison durchgelaufen wäre. Als Mensch und Arbeiter nervt er mich aber total. Für mich ist der Lockdown in dieser Art und Weise das völlig falsche Zeichen.“

Wieso denn? „Es haben doch mittlerweile mehrere Virologen bestätigt, dass Freiluftsportarten quasi gar nicht zur Übertragung des Virus beitragen. Es macht einfach keinen Sinn, wenn wir nicht mehr spielen dürfen, die Kinder in den Schulen aber noch Sport in den Hallen machen. Die Partys sind das große Problem, nicht die Fußballer.“

Dominik Dupke kritisiert Corona-Lockdown

Und der Mittelfeldspieler glaubt auch nicht, dass sich die Lage allzu schnell wieder entspannt. Im Gegenteil. „Es ist gut möglich, dass der Fußball und ich gleichzeitig wieder einsteigen. Es wird zumindest sicher in diesem Jahr keinen Sport mehr geben und dann muss es wieder drei, vier Testspielwochen geben und dann ist auch schon wieder Februar“, rechnet der Rettungssanitäter vor.

Und falls es doch früher wieder los geht, kann der Bezirksligist auf die Unterstützung seines Neuzugangs zählen. „Ich war bei jedem Spiel am Platz. Das ist für mich auch einfach wichtig. Ich möchte beim Team sein und mit den Jungs gewinnen“, sagt Dupke, der auf ein zufriedenstellendes erstes Saisondrittel zurückschaut.

„Man hat am Ende dann schon gemerkt, dass der Kader sehr dünn besetzt ist. Gerade dann, wenn wichtige Stammkräfte ausfallen. Aber die Mannschaft spielte trotzdem gut und wird ihren Weg gehen“, hofft der Neue.

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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