Franz-Josef Dornhege, Sportlicher Leiter beim SV Südkirchen, plant den Rest der Saison. © Sebastian Reith
Fußball

Wintertransfers: So plant der SV Südkirchen für den Rest der Saison

Während der Winterpause nachjustieren oder auf die Stärke des aktuellen Kaders vertrauen? Beim SV Südkirchen ist die Entscheidung gefallen. Zu dem Thema nimmt der Klub eine grundsätzliche Haltung ein.

Die neue Fußball-Saison beginnt bereits in der Winterpause, zumindest wenn es um die Planung der nächsten Spielzeit geht. Aber auch die zweite Saisonhälfte muss vorbereitet werden. Schließlich kann es noch um Auf- oder gegen den Abstieg gehen, Kader-Nachbesserungen sind im Winter noch eine Möglichkeit, die Saisonziele doch noch zu erreichen.

Mit einem Aufstieg in die Kreisliga A oder einen Abstieg in die Kreisliga C sollte B-Ligist SV Südkirchen aber eher wenig zu tun haben. Zwar hat der SVS erst ein Viertel seiner Spiele absolviert. Dass sich der Tabellen-Neunte aber noch weit vorschiebt, ist angesichts eines Rückstands von zehn Punkten auf Spitzenreiter VfL Senden II eher unrealistisch.

Der SV Südkirchen hält die Augen offen

Ebenso unwahrscheinlich ist es, dass die Südkirchener noch auf einen Abstiegsplatz zurückfallen, den die noch punktlosen Mannschaften Centro Espanol Hiltrup und TuS Saxonia Münster II belegen.

Dennoch halten alle Vereine, sicher auch der SV Südkirchen, ihre Augen nach Verstärkungen offen. Allerdings wird der SVS in den kommenden Wochen und Tagen keine Neuen dazu holen. „In der Winterpause haben wir keine Verstärkungen geplant“, sagt Franz-Josef Dornhege, Sportlicher Leiter beim SV Südkirchen.

Das hat gleich mehrere Gründe. „Wegen Corona ist das gerade ohnehin schwierig“, so Dornhege. Zudem sei der SVS ordentlich aufgestellt. Daher gebe es noch nichts Neues.

Entscheidend für das Stillhalten des Vereins ist aber ein anderer Grund. „Das wäre einfach nicht fair“, sagt Dornhege. Die Spieler hätten dem Verein ihre Zusage gegeben, da sei es umgekehrt nur gerecht, wenn auch der Klub nicht im Winter den Spielern Neuzugänge vor die Nase setze. Die Südkirchener setzen auf Loyalität seitens der Spieler – und seitens des Vereins.

Franz-Josef Dornhege untermauert seine Argumentation

„Wenn wir keine Not haben, wäre das nicht gerecht – und wir haben gerade keine Not“, betont Dornhege. „Intern kann es natürlich sein, dass wir Spieler dazu holen, aber Zugänge von extern wären unfair“, meint der Sportliche Leiter.

Um sein Argument zu untermauern, führt Dornhege noch ein Beispiel an. „Paul König (Spieler, der aus der A-Jugend zur ersten Mannschaft gestoßen ist, Anm. d. Red.), zum Beispiel, macht das richtig gut. Es wäre unfair, wenn wir da jetzt jemanden holen, der vielleicht etwas besser ist.“

Hierbei scheint es sich um eine grundsätzliche Haltung zu handeln. Ist das wirklich so? Franz-Josef Dornhege findet eine klare Antwort. „Ja, das kann man bei uns sicher als Vereinsphilosophie bezeichnen.“

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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