Fußball

Klein gegen Klein im Kreispokal: 76 Mannschaften sind zwölf zu viel

Der Fußballkreis Recklinghausen pfeift die Saison im Kreispokal an. Wie üblich sind in der ersten Runde die „Kleinen“ gefordert. Das liegt an der Zahl der Meldungen für den Wettbewerb.
Eins der letzten Kreispokalspiele 2020: Im Stadion Hohenhorst treffen der FC 96 Recklinghausen und der TuS TuS 05 Sinsen aufeinander. Kurz darauf ist die Saison beendet. Jetzt geht der Wettbewerb in die nächste Runde. © Thomas Braucks

Drei Wochen vor dem Start in den Punktspielbetrieb in Westfalen pfeift der Fußballkreis Recklinghausen den Krombacher-Kreispokal an. Wenn es nach den Entscheidern gegangen wäre, würde der Wettbewerb längst laufen. Zu tun hat das mit der Pandemie: Kicken so viel wie möglich, solange es geht, lautet die Devise im Kreis.

„In Sachen Corona weiß doch niemand, was kommt“, sagte Pokalspielleiter Andreas Mermann bei der Auslosung. „Daher wollten wir möglichst früh möglichst viele Spiele durchziehen.“ Das erhöhe die Chancen, endlich mal wieder einen Wettbewerb im Amateurfußball zu Ende zu bringen. Mit Rücksicht auf den Terminkalender des Verbandes hat der Kreis den Start verschoben.

Seit der Saison 2002/03 wird der Recklinghäuser Kreispokal in seiner aktuellen Form ausgespielt. Die letzte Truppe, die den Titel feiern konnte, war die Spvgg. Erkenschwick – im Mai 2019. Die Pokalsaison 2019/20 wurde im August vor dem Finale TuS Haltern – SV Schermbeck durch Coronafälle gestoppt.

Die Saison 2020/21 wurde im vergangenen Herbst abgebrochen, als die Politik den kompletten Amateursport wegen der Coronalage in den Lockdown schickte. Pläne, wenigstens den Pokal im Frühjahr zu Ende zu bringen, scheiterten. An diesem Sonntag heißt es: Auf ein Neues.

Die Favoriten stoßen in der 2. Runde dazu

Los geht es mit zwölf Partien. Der Grund: 76 Klubs aus dem Kreis haben ihre erste Mannschaft für den Kreispokal gemeldet. Zwölf zu viel, um im K.o.-System von 64 Mannschaften über Achtel-, Viertel- und Halbfinale zwei Finalisten auszuspielen.

Pokalspielleiter Andreas Mermann hat deshalb für die erste Runde zwölf Partien ausgelost. Die Klubs, die überkreislich am Ball sind, darunter alle Favoriten, blieben dabei außen vor. 24 Kreisligisten kicken um den Einzug in die Runde der letzten 64. Genau genommen nur 22: Die Sportfreunde Nordvelen haben ihre Elf zurückgezogen, es mangelt an Spielern. TuS Gahlen steht kampflos in Runde zwei.

Wie stark ist der SC Herten? Derbys in Datteln und Haltern

Interessante Duelle gibt es aber auch so noch genug. Das Spiel des SC Herten, der sich mächtig verstärkt hat, gegen den TSV Marl-Hüls etwa. Die Derbys in Datteln zwischen DJK Sportfreunde und Borussia Ahsen und in Haltern zwischen SuS Concordia Flaesheim und TuS Sythen.

Oder das Spiel zwischen B-Ligist Grün-Weiß Barkenberg und dem A-Kreisligisten SuS Bertlich. Die Gastgeber sind in der turbulenten Pokalrunde 2018/19 mit großem Kampf und etwas Losglück sensationell bis ins Halbfinale vorgestoßen. Was allen, die am Sonntag ran müssen, zeigen sollte: Im Fußball ist fast alles möglich und der Pokal hat seine eigene Gesetze hat. Auch im Kreis.

Kreispokal: 1. Runde in der Übersicht (alle Spiele Sonntag, 15 Uhr):

Eintracht Waltrop – FC Spvgg. Oberwiese

SuS Concordia Flaesheim – TuS Sythen

DJK Sportfreunde Datteln – Borussia Ahsen

SC Herten – TSV Marl-Hüls

SuS GW Barkenberg – SuS Bertlich

FC 26 Erkenschwick – SW Röllinghausen

Titania Erkenschwick – FC 96 Recklinghausen

DJK Germania Lenkerbeck – FC/JS Hillerheide

SF Nordvelen – TuS Gahlen (Nichtantritt Heimmannschaft))

1. SC BW Wulfen – TuS Velen

FC Marbeck – TSV Raesfeld

SC Marl-Hamm – BVH Dorsten (verlegt auf Donnerstag, 12. August, 19.30 Uhr)

Vorgezogen aus der 2. Runde:

Eintracht Erle – ETuS Haltern (Sonntag, 15 Uhr)

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