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BVB II muss nach 1:2 gegen Osnabrück absteigen

3. Liga

DORTMUND Abpfiff, Abstieg, aus der Traum. Aufsteiger Borussia Dortmund II steht nach seiner 1:2 (1:1)-Niederlage gegen den VfL Osnabrück vorzeitig als Absteiger in der 3. Liga fest.

von Von Harald Gehring

, 24.04.2010 / Lesedauer: 3 min

In den zwei noch ausstehenden Spielen gegen Regensburg und in Kiel kann bestensfalls noch der 18. Tabellenplatz erreicht werden. Das reicht nicht zum Klassenerhalt. Vor der Rekordkulisse von 8603 Zuschauern im Signal Iduna Park zeigte der BVB eine engagierte Leistung gegen den Aufstiegskandidaten aus Niedersachsen, der von tausenden Fans begleitet worden war. Die Auswärtsspiel-Atmosphäre hemmte die Borussen in dieser „Alles oder Nichts“ Begegnung jedoch keineswegs. Schwarzgelb war läuferisch, im Zweikampfverhalten und in der Spielanlage ein gleichwertiger Gegner.

Völlig verdient auch Dortmunds 1:0 durch Sebastian Tyrala (33.), der nach einer Ecke von David Vrzogic beherzt einschoss. Kotuljacs Ausgleich nach einem Hansen-Schuss (40.) und Pinheiros Siegtor zum Osnabrücker 2:1 (78.) machten allerdings den berühmten kleinen Unterschied aus. Der VfL nutzte zumindest zwei seiner Chancen, der BVB musste zufrieden sein, wenigstens einmal getroffen zu haben.   Dieses Manko in der Offensive gab im Finale des Abstiegskampfes letztlich den Ausschlag. Bei allem Einsatzwillen fehlt einfach vor dem gegnerischen Tor ein Knipser, der auch unter großem Nervenstress das Runde ins Eckige befördert. So einer fehlte nicht nur am Samstag. So mochte Sebastian Tyrala, der sich neben Julian Koch, Uwe Hünemeier und Torwart Marcel Höttecke die Bestnoten verdiente, Borussias Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld sein – in der Spitze tat sich zu wenig. Yasin Öztekins Dribblings brachten keinen Erfolg, Daniels Ginczeks Auftritt war zumindest diesmal einfach nur schwach. Der später eingewechselte Christopher Kullmann wusste allerdings auch nichts zu verbessern.

„Wir sind eben nicht in der Lage, das entscheidende Tor zu erzielen“, sagte BVB-Trainer Theo Schneider. „Wir sind spielerisch gut“, betonte der Coach, „aber es gibt keine Konsequenz im Abschluss.“ Und genau daran scheiterte der BVB nicht nur im Spiel gegen die jubelnden Osnabrücker. Jetzt gilt Platz 18 als erklärtes BVB-Ziel, um für alle möglichen Eventualitäten (im Lizenzverfahren) gerüstet zu sein.   

: Höttecke - Hille, Sobiech, Hünemeier, Vrzogic - Koch, Nottbeck (76. Kullmann) - Boztepe (60. Piossek), Tyrala, Öztekin - Ginczek

: 1:0 Tyrala (33.), 1:1 Kotuljac (40.), 1:2 Pinheiro (78.)

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