150 Kiepenkerle und Bäuerinnen strömten in die Stadt

Stadtlohn

STADTLOHN Da waren so viele Kiepenkerle unterwegs, dass kaum noch ein Durchkommen möglich war. Doch das war nicht alles, was am Sonntag in Stadtlohn los war.

von Von Melanie Steur

, 18.10.2009, 17:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kiepenkerl Helmut Duckheim bekommt eines der ersten Biere.

Kiepenkerl Helmut Duckheim bekommt eines der ersten Biere.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Marie-Theres Böing lobte die farbenfrohe Kleidung, der Kiepenkerle und Bäuerinnen. „Blankgeputze Holzschuhe, tolle Schürzen und strahlende Gesichter, das sehen wir hier auf dem Markt.“ Nach dem Fassanstich gingen die Männer und Frauen, gestärkt durch das kühle Bier, zur Versorgungsstation am Rathaus und füllten die Kiepen und Körbe mit Äpfel und Eiern und packten auch eine Flasche Korn ein, um die Waren anschließend in der Innenstadt zu verteilen.  

„Früher waren wir so genannte Landhändler und haben vom Tausch von handwerklichen Sachen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen gelebt“, sagt Kiepenkerl Uli Brackmann, der auch ein Buch über das Leben des Kiepenkerls geschrieben hat. Tradition „Der Kiepenkerlsonntag gibt uns die Möglichkeit, die Tradition aufrecht zu erhalten und andere Kiepenkerle und Bäuerinnen zu treffen“, sagt Anneliese Buntrock. Vor allem das Treffen mit den niederländischen Kollegen sei immer sehr lustig. Der verkaufsoffene Sonntag lockte viele Besucher in die Innenstadt, so dass Kiepenkerl Wilfried Opitz nicht lange suchen muss, bis ihm jemand ein Gläschen Schnaps abnimmt. „Hilft gegen die Kälte und gibt ein schönes Gefühl.“ 

Lesen Sie jetzt