26-Jähriger wollte in Stadtlohn Smartphone mit Falschgeld bezahlen

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Mit einem Bündel 50-Euro-Scheine wollte ein 26-Jähriger in Stadtlohn ein Apple i-Phone kaufen. Doch der Farbstich der Geldscheine machte den Verkäufer stutzig – und das mit gutem Grund.

Stadtlohn

, 21.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Smartphone-Kauf in Stadtlohn im Herbst 2018 sollte für einen 26-jährigen Mülheimer ein ganz besonderes Schnäppchen werden. Zwar kostete das Apple iPhone, das der 26-Jährige in einer Kleinanzeige entdeckt hatte, stolze 1000 Euro. Aber der 26-Jährige wollte mit besonderen Noten bezahlen: mit Falschgeld. Am Ende war das Vorhaben aber für den jungen Mann eine teure Dummheit.

Farbstich der Banknoten war verräterisch

Dafür musste er sich am Dienstag vor dem Amtsgericht in Ahaus verantworten. Denn der Stadtlohner Verkäufer war misstrauisch geworden, als er die zwanzig 50-Euro-Geldscheine in Empfang nahm. Der Farbstich der Banknoten war verräterisch. Er erkannte es sofort als Falschgeld, hielt den 26-Jährigen fest und verständigte die Polizei.

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Vor den Polizeibeamten bestritt der junge Mann, etwas von dem Falschgeld gewusst zu haben. Vor Gericht erfolgte am Dienstag aber die Kehrtwende. „Mein Mandant hat den Polizeibeamten Märchen aus 1001 Nacht erzählt. Ich habe gestern ausführlich mit ihm gesprochen. Er hat eingesehen, dass das falsch war. Die Vorwürfe in der Anklage treffen voll und ganz zu.“

„Wie sind Sie denn an das Falschgeld gekommen?“, wollte der Richter vom Angeklagten wissen. Die Antwort des 26-jährigen Fachlageristen: „Das habe ich von einem Arbeitskollegen gekauft, für 250 Euro.“

Schuldeingeständnis strafmildernd gewertet

Weil er bislang strafrechtlich noch ein unbeschriebenes Blatt ist, und vor allem weil er vor Gericht seine Schuld ohne Umschweife eingeräumt hatte, stellte der Richter das Verfahren mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft ein.

Die Einstellung erfolgte aber nur unter einer Geldauflage: 2400 Euro (60 Tagessätze à 30 Euro) muss der 26-Jährige in den nächsten sechs Monaten zahlen. „Kann ich das auch alles auf einmal bezahlen“, wollte der Angeklagte wissen. Der Richter hatte keine Einwände. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft merkte an: „Aber bitte kein Falschgeld...“

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