Amerikanische Faulbrut in Stadtlohner Bienenvölkern festgestellt

Sperrbezirke eingerichtet

In zwei Bienenständen nördlich und östlich von Stadtlohn hat der Fachbereich Tiere und Lebensmittel des Kreises am 8. April die Amerikanische Faulbrut festgestellt. Die betroffenen Völker sind noch am gleichen Tag durch den Einsatz von Schwefel getötet worden. Die Amerikanische Faulbrut (AFB) ist eine durch ein Bakterium (Paenibacillus larvae) hervorgerufene ansteckende Bienenseuche, bei der die Bienenbrut in ihren Zellen verfault ("Faulbrut"). Für Menschen ist die AFB unbedenklich, der Erreger ist nur für Bienen gefährlich.

STADTLOHN

20.04.2011, 10:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hier sind A(gesunde) rbeitsbienen am Eingang zum Bienenstock eu sehen.

Hier sind A(gesunde) rbeitsbienen am Eingang zum Bienenstock eu sehen.

Der Honig aus infizierten Völkern darf daher bedenkenlos vermarktet werden. Der Kreis Borken hat östlich der alten B70 Richtung Ahaus rund um die betroffenen Standorte in den Bauerschaften Stadtlohn-Estern und Stadtlohn-Wendfeld einen Sperrbezirk eingerichtet. Dieser reicht im Süden bis zur Stadtgrenze Gescher, umfasst die Bauerschaften Estern, Almsick, Wendfeld und Ahaus-Sabstätte und hat eine Ausdehnung von etwa neun mal fünf Kilometern. Im Sperrbezirk liegen weitere 16 Bienenstände, die zurzeit durch beauftragte Bienenseuchensachverständige untersucht werden. Mit Ergebnissen wird kurz nach Ostern gerechnet.

Im Sperrbezirk gelten für Imker zusätzliche Hygienevorschriften. Unter anderem müssen sie - sofern noch nicht geschehen - ihre Bienenstände beim Veterinäramt des Kreises Borken, Tel.: 02861/82-1015 melden. Außerdem dürfen sie keine Bienen aus dem Sperrbezirk herausbringen oder in diesen einführen. Gleiches gilt für Bienenwohnungen, Waben und andere Gerätschaften. Die betroffenen Imker sind informiert worden. Unabhängig von diesen zusätzlichen Vorschriften für den AFB-Sperrbezirk dürfen Bienen grundsätzlich nur mit einer amtstierärztlichen "Wanderbescheinigung" von einem zum anderen Standort verbracht werden.www.kreis-borken.de/presselinks

  • Zum Thema: Amerikanische Faulbrut Das Bakterium, das für die Faulbrut verantwortlich ist, wird auf vielfältige Weise von Bienenvolk zu Bienenvolk verbreitet. Das kann zum Beispiel über räubernde Bienen, infizierten Futterhonig, infizierte Geräte und Beuten passieren. Unter Umständen können von der Infektion bis zum Ausbruch der Seuche sogar Jahre vergehen. Der Erreger selber kann als Spore über 30 Jahre in der Umwelt überleben. Anders als in anderen Ländern ist in Deutschland die Bekämpfung der AFB mittels Antibiotika verboten. Daher sind in Deutschen Honigen auch keine Antibiotika enthalten.
  • Weitere Informationen zur Faulbrut, zum Sperrbezirk und zu den dort geltenden Hygienevorschriften gibt es im Internet.
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