Gehirnerschütterung und Verlust von zwei Zähnen nach Party-Prügelei

Schlägerei auf Geburtstagsfeier

Bei einer Schlägerei auf einer Geburtstagsfeier trug ein 19-jähriger Wessumer eine leichte Gehirnerschütterung davon. Über den genauen Ablauf herrscht jedoch absolute Unklarheit.

Ahaus

, 20.07.2020, 17:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf einer Feier in Ahaus kam es zu einer Auseinandersetzung, die jetzt vor dem Amtsgericht verhandelt wurde.

Auf einer Feier in Ahaus kam es zu einer Auseinandersetzung, die jetzt vor dem Amtsgericht verhandelt wurde. © picture alliance / dpa

Mit der Einstellung des Verfahrens endete ein Prozess am Amtsgericht in Ahaus. Dabei wurde ein 20 Jahre alter Ahauser angeklagt, einen 19 Jahre alten Wessumer bei einer Geburtstagsfeier niedergeschlagen und am Boden mehrfach getreten zu haben. Das Opfer trug eine leichte Gehirnerschütterung sowie Schäden an zwei Zähnen davon.

Der Angeklagte hatte in einer schriftlichen Einlassung erklärt, als Reaktion auf Beleidigungen gegen seine Freundin und einen vorherigen Schlag von hinten zugeschlagen, aber keinesfalls getreten zu haben.

Opfer und Zeuge erkannten sich nicht

Der Angeklagte und das vermeintliche Opfer hatten sich nach der Tat unterhalten, wobei sich der Angeklagte entschuldigte. Beim Prozess glaubte der Angeklagte aber nicht mehr daran, dass der Zeuge wirklich der Mann war, den er geschlagen hatte. Auch das Opfer wusste nicht, wer ihm den Schlag versetzte. „Dass mal einer auf den Boden fällt, ist ja auch normal“, meinte das Opfer.

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Durch die übrigen Zeugenaussagen wurde das Geschehen in der fraglichen Nacht, in der viel Alkohol floss, immer unklarer. Der Richter meinte dazu: „Wir haben jetzt viele verschiedene Verläufe.“

Offenbar war die verhandelte Auseinandersetzung nicht die einzige Schlägerei auf der Feier. Der Richter flüchtete sich in Ironie (zu einem Zeugen: „Den spannenden Teil haben Sie verpasst, was für ein tragischer Zufall“), alle Parteien kamen überein, das Verfahren einzustellen.

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