Berkelflieger Joachim Resing fliegt ein Motorseglermodell gemeinsam mit Lionel (8) auf dem Modellflugplatz Wendfeld. © Andreas Bäumer
Modellfliegen

An der Fernsteuerung mit Kennern: Berkelflieger zeigen Kids ihr Hobby

Während der Flexi-Ferien des Jugendwerks lud der Modellsportclub Berkelflieger Kinder auf den Wendfelder Modellflughafen ein. Für die Jungs war etwas besonderes, selbst die Hebel zu bewegen.

Hannes (9) und versucht konzentriert die Boeing in die Luft zu bringen. Auf seinem Schoß liegt die Fernsteuerung, sein Blick liegt auf dem Computer-Bildschirm. Neben ihm sitzen Carsten Hölscher und Jonas (12), beide vom SMC Berkelflieger, und geben Tipps.

Für Hölscher ist dies ein guter erster Schritt zum Modellfliegen: „Das hilft, weniger Bruch zu machen.“ Er ist seit einem halben Jahr in dem Stadtlohner Modellsportclub und hat sich zu Anfang ein Trainingsprogramm am Simulator zusammengestellt. „Starts und Landungen sind besonders schwierig“, sagt er.

Am Simulator ist vieles einstellbar

Hannes ist einer der zehn Jungs die am Freitag im Rahmen der Flexi-Ferien des Jugendwerks auf dem Modellflugplatz Wendfeld sind. Sie üben am Simulator und die erfahrenen Modellbauer haben für sie Anfängermodelle mitgebracht. Im Tandem mit den Profis an der zweiten Fernsteuerung können die meist Acht- bis Zehnjährigen die Modelle in der Luft steuern.

Am Simulator hilft Hannes der Tipp, für den Start der großen Boeing eine Asphalt-Startbahn einzustellen. Abwechselnd mit Jonas, dem jüngsten Mitglied der Berkelfliege,r übt er weiter am Simulator.

Jonas (12) und Hannes (9) am Simulator mit Neu-Berkelflieger Carsten Hölscher.
Jonas (12) und Hannes (9) am Simulator mit Neu-Berkelflieger Carsten Hölscher. © Andreas Bäumer © Andreas Bäumer

Hannes hat den Dreh schnell raus

Später wird er mit Berkelflieger Hans-Gerd Heming vom Rasen des Modellflugplatzes ein wesentlich kleineres Flugzeug starten: Das Modell einer Cessna 150. Die Propellermaschine ist aus stabilisierten Styropor schnell zusammengebaut und liegt gut in der Luft. Ein Elektromotor bringt es auf eine Geschwindigkeit um die 50 Kilometer pro Stunde.

Heming übernimmt den Start und schaltet Hannes dann in der Luft erst einmal nur den Hebel für das Seitenruder frei. Geduldig gibt der gelernte Maschinenbaumeister Anweisungen. In brenzligen Situationen schaltet er die Lenkfunktion auf seine Steuerung um. Bald hat Hannes den Dreh raus und fliegt Kurven im blauen Himmel.

Modellflugplatz liegt weit abseits von Nachbarn

Obwohl sie für das Hobby eigentlich noch zu jung sind, fliegen die Ferienkinder heute verschiedene Propellermaschinen oder Motorsegler über die angrenzenden Maisäcker. Der Modellflugplatz selbst liegt an diesem Platz seit den 70ern, fern von Nachbarn, die er stören könnte. Für den Rasen hat der Club eine Bewässerungsanlage aufgebaut. Eine Hütte dient der Grundversorgung. Wichtig sind die Ladeplätze für die Akkus der Flieger.

In diesem Bereich hat sich in den letzten Jahren einiges getan, wie Pressewart Heming berichtet. Die leichten und einfach bedienbaren Elektromotoren haben nicht nur im Einsteigerbereich knatternde brennstoffbetriebene Antriebe ersetzt.

Größere, exaktere Nachbauten, die bis zu 25 Kilogramm wiegen dürfen, brauchen Brennstoff. Ihre Erbauer stellen die Motoren dann penibel ein und reinigen sie gründlich. Das vermeidet Bruch. Schließlich baut man an so etwas manchmal bis zu drei Jahre.

Gemeinsam mit den Berkelfliegern konnten 10 Stadtlohner Jungs ganz verschiedene Modellflugzeuge ausprobieren.
Gemeinsam mit den Berkelfliegern konnten 10 Stadtlohner Jungs ganz verschiedene Modellflugzeuge ausprobieren. © Andreas Bäumer © Andreas Bäumer
Dieser Modellsegler hat seinen Propeller hinten und kein Fahrwerk. Für Einsteiger macht beides den Starts und Landungen einfacher.
Dieser Modellsegler hat seinen Propeller hinten und kein Fahrwerk. Für Einsteiger macht beides den Starts und Landungen einfacher. © Andreas Bäumer © Andreas Bäumer

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