Arbeitswelt kennenlernen

IHK und Losbergschule

Die Schüler der Losbergschule verlassen künftig häufiger ihre Klassenzimmer. Bei der Firma H. Hecking Söhne lernen sie die Arbeitswelt kennen.

STADTLOHN

16.10.2013, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geschäftsführer Hans-Hermann Welling (l.) und Schulleiter Karl-Heinz Brubach unterzeichnen die IHK-Kooperationsvereinbarungen.

Geschäftsführer Hans-Hermann Welling (l.) und Schulleiter Karl-Heinz Brubach unterzeichnen die IHK-Kooperationsvereinbarungen.

Das Stadtlohner Textilunternehmen betreibt eine Spinnerei, Zettelei, Schlichterei, Weberei und Warenschau. Den Kooperationsvertrag unterzeichneten jetzt die beiden Partner - Vertreter von Schule und Unternehmen. Die Zusammenarbeit ist eingebunden in das Projekt "Partnerschaft Schule - Betrieb" der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen.Übergang erleichtern Ziel der IHK-Initiative ist es, den Schülern den Übergang in den Beruf zu erleichtern und Unternehmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen. "Auf diesem Weg wollen wir die Unternehmen und das Wirtschaftsleben für die Schüler interessant und greifbar machen", erklärte Johannes Wunsch, Projektleiter bei der IHK, während der Vertragsunterzeichnung. Viele Schulabsolventen wüssten gar nicht um die Möglichkeiten und Karrierechancen im dualen Ausbildungssystem und setzten ihre Schulkarriere fort, obwohl eine Berufsausbildung für sie passender wäre. "Das Projekt bietet Schülern aber auch Lehrern die Chance, Betriebe hautnah kennenzulernen und sich für die Wirtschaft nachhaltig zu begeistern", betonte Wunsch. Bei Betriebsbesichtigungen, im dreiwöchigen Betriebspraktikum und in freiwilligen Praktika lernen die Schüler der neunten und zehnten Klassen das Unternehmen kennen.Praktikum Einzelne Zehntklässler werden ihre Eindrücke in einem einjährigen Praktikum parallel zum Schulbesuch vertiefen. Bei Informationsveranstaltungen werden Auszubildende und Meister von H. Hecking über Ausbildungs- und Karrierewege informieren und die Lehrberufe Industriemechaniker, Maschinen- und Anlagenführer sowie Produktionsmechaniker vorstellen. Die Mitarbeiter des Betriebs werden zudem im Unterrichtsfach Textilgestaltung ausbildungsrelevante Inhalte vermitteln. Mit besonders interessierten Jugendlichen werden sie Projektarbeiten durchführen.Alle profitieren Ein Konzept, von dem alle Beteiligten profitieren: Die Schüler sammeln eigene Erfahrungen in der Arbeitswelt, zugleich können technische oder kaufmännische Talente frühzeitig erkannt und weiter gefördert werden. "Man bleibt auf Dauer nur wettbewerbsfähig, wenn man frühzeitig junge Mitarbeiter ausbildet und den Fachkräftenachwuchs fördert", begründete Hans-Hermann Welling, Geschäftsführer bei H. Hecking Söhne, die Beteiligung des Unternehmens am IHK-Projekt. Daher dürfe ein Unternehmen nicht passiv auf Auszubildende und Mitarbeiter warten, sondern müsse aktiv die Zukunft mit Schülern gestalten.

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