Automobile Terhart setzt auf die eigenen Auszubildenden - hohe Ausbildungsquote

mlzUnternehmerfrühstück

Zum Unternehmerfrühstück bei Automobile Terhart konnte Stadtlohns Bürgermeister rund 100 Unternehmensvertreter begrüßen. Martin Auras (SMS) gab auch Infos zum Gewerbetag im Mai.

Stadtlohn

, 27.03.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war am Dienstag bereits das 14. Unternehmerfrühstück, zu dem Stadt Stadtlohn, SMS-Stadtmarketing und AIW Unternehmensverband eingeladen hatten. Diese Zahl nannte Bürgermeister Helmut Könning in seiner Begrüßung der rund 100 Gäste.

Treffpunkt war diesmal das Unternehmen Terhart Automobile an der Daimlerstraße. Das Unternehmen ist seit 40 Jahren in Stadtlohn ansässig und einer der größten Fiat-Service-Partner in NRW.

Beim Unternehmerfrühstück bei Automobile Terhart in Stadtlohn (v.r.): Jürgen Terhart, Wolfgang Homann, Stefanie Terhart und Bürgermeister Helmut Könning.

Beim Unternehmerfrühstück bei Automobile Terhart in Stadtlohn (v.r.): Jürgen Terhart, Wolfgang Homann, Stefanie Terhart und Bürgermeister Helmut Könning. © Bernd Schlusemann

Helmut Könning berichtete über Eckzahlen zum Haushalt, die 7,5 Millionen Euro schweren Investitionen für das neue Feuerwehrgerätehaus, das Hochwasserschutzkonzept und Regionale Projekte – „das sind alles Millionen-Investitionen“. – ging aber auch auf die Situation bei den Gewerbeflächen ein.

Die Situation ist angespannt und ein paar heimische Unternehmen verlassen Stadtlohn, weil es attraktivere Standorte oder überhaupt Gewerbeflächen in anderen Kommunen gibt. „Die Ausweisung neuer Gewerbeflächen scheitert zumeist an der Zurverfügungstellung von Flächen“, berichtete der Bürgermeister, dass es schwer ist, von Landwirten Flächen anzukaufen oder passende Tauschflächen zu finden. Und wenn dann Flächen zur Verfügung stehen würden, seien die Hürden, diese als neues Gewerbeland auszuweisen, sehr hoch, so der Bürgermeister und wies beispielhaft auf den Naturschutz und die Ausweisung von Ausgleichsflächen hin.

Martin Auras vom SMS-Stadtmarketing berichtete den Unternehmern und Unternehmensvertretern anschließend vom Stand der Planungen für den Gewerbetag am Sonntag, 19. Mai: 76 Betriebe haben bisher ihre Teilnahme an der Gewerbeschau zugesagt. Davon würden sich 39 im Zelt an der von-Ardenne-Straße präsentieren, 12 Unternehmen würden den Außenbereich nutzen, um sich vorzustellen. Außerdem öffnen an dem Mai-Sonntag 25 Betriebe ihre Türen und lassen die Besucher einen Blick in ihr Unternehmen werfen.

Jürgen Terhart konnte rund 100 Teilnehmer beim Unternehmerfrühstück von Stadt, SMS Stadtmarketing und AIW Unternehmensverband begrüßen.

Jürgen Terhart konnte rund 100 Teilnehmer beim Unternehmerfrühstück von Stadt, SMS Stadtmarketing und AIW Unternehmensverband begrüßen. © Bernd Schlusemann

Es gibt im Vorfeld der Gewerbeschau eine Azubi-Aktion auf den Schulhöfen der Stadtlohner Schulen. Am Aktionssonntag selbst sind Jugendliche zu einer digitalen Schnitzeljagd im Rahmen der Gewerbeschau eingeladen. Überlegt wird derzeit noch, ob es ein Speed-Dating geben soll, berichtete Martin Auras weiter.

Von fünf im Jahre 1979 zu heute 50 Mitarbeitern am Standort in Stadtlohn: Jürgen Terhart berichtete seinen Gästen dann von der Entwicklung seines Unternehmens, das 1968 von seinen Eltern in Raesfeld gegründet wurde. Seit nunmehr 40 Jahren ist das Autohaus auch in Stadtlohn ansässig und wird heute von Jürgen und Stefanie Terhart geleitet. Das Autohaus in Raesfeld steht unter der Leitung von Klaus Terhart, dem Bruder des Stadtlohner Autohausbesitzers.

Rundgang durch Werkstatt und Verwaltung

E-Mobilität oder der Einbau von Gasanlagen zum kostengünstigen Fahren und natürlich Wartung- und Reparatur von Fahrzeugen standen anschließend im Mittelpunkt, als die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks in Gruppen durch das Unternehmen geführt wurde. „Wir setzen ganz stark auf eigenen Nachwuchs“, berichtete Jürgen Terhart, dass sein Unternehmen derzeit zwölf Auszubildende beschäftigt, neun davon allein in der Werkstatt, die unter der Leitung von Prokurist und Werkstattleiter Wolfgang Homann steht.

Wie Jürgen Terhart im Gespräch mit der Redaktion berichtete, war die Entscheidung, in seinem Unternehmen mehr junge Leute auszubilden, „die beste Entscheidung der letzten Jahre“. Denn: Es sei auf dem Arbeitsmarkt heute schwierig, qualifiziertes Personal zu finden. Durch die hohe Ausbildungsquote könne sein Unternehmen auf eigene Auszubildende zurückgreifen, wenn es um die Besetzung von Arbeitsplätzen gehe.

Es läuft rund bei Terhart, diesen Eindruck vermittelte das Unternehmerehepaar seinen Gästen. Und auch die Unternehmensnachfolge stehe mit der nächsten Generation schon in den Startlöchern, berichtete Stefanie Terhart.

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