Autos sollen Radweg nicht kreuzen

Neubau am Döbbelts Kamp

Die neuen Wohnhäuser am Döbbelts Kamp sollen nicht über die Vredener Straße erschlossen werden. Die Politiker wollen den Radweg vor Autos und Lkw schützen.

Stadtlohn

, 14.02.2018, 15:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für die Neubauten, die hinter dem Absperrgitter zwischen Vredener Straße und Döbbeltskamp entstehen werden, soll es keine Pkw-Zufahrt über den Radweg auf der alten WLE-Eisenbahntrasse entlang der Vredener Straße geben.

Für die Neubauten, die hinter dem Absperrgitter zwischen Vredener Straße und Döbbeltskamp entstehen werden, soll es keine Pkw-Zufahrt über den Radweg auf der alten WLE-Eisenbahntrasse entlang der Vredener Straße geben. © Markus Gehring

Zwischen Vredener Straße und Döbbelts Kamp sollen zwei Doppelhäuser mit insgesamt vier Wohneinheiten errichtet werden, und zwar dort, wo früher eine Unterstellhalle für landwirtschaftliche Maschinen stand. Das findet allgemeine Zustimmung. Über die Frage aber, wie die Wohnhäuser mit dem Auto zu erreichen sein sollen, gibt es unterschiedliche Ansichten. Dabei spielt der neue Radweg auf der alten WLE-Eisenbahntrasse eine entscheidende Rolle.

Wohnstraße ist eng

Nach den ursprünglichen Planungen sollen die neuen Wohnhäuser über den Döbbelts Kamp erschlossen werden. In der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses stellte Fachbereichsleiter Mathias Pennekamp aber einen Änderungswunsch der Planer vor: „Fast alle befragten Anwohner bemängeln die Anbindung an die verkehrsberuhigte Straße Döbbelts Kamp“, so argumentiert der Architekt Ludger Konrad in einem Schreiben an die Stadt. Die Wohnstraße Döbbelts Kamp sei sehr eng und wegen der dort geparkten Autos schlecht zu befahren. Daher sei eine direkte Anbindung der neuen Wohnhäuser an die Vredener Straße sinnvoller. Die Bauverwaltung zeigte Verständnis für das Anliegen und formulierte einen entsprechenden Beschlussvorschlag für den Ausschuss vor. „Bei vier Wohneinheiten hält sich der Verkehr ja in Grenzen. Die wenigen Querungsvorgänge wären für den Radweg an der Vredener Straße hinnehmbar.“ Bei den Politikern aber stieß dieses Anliegen auf klaren Widerspruch. Franz-Josef Demes (SPD) gab die Richtung vor: „Wir haben die Erschließung über den Döbbelts Kamp beschlossen. Und so soll es auch bleiben“.

Kein normaler Radweg“

Auch Martin Kömmelt (UWG), Josef Wansing (CDU) und Bernd Schöning (FDP) sahen das genauso. Kömmelt: „Der Beschluss vom 25. Oktober 2016 war ganz klar: Es gibt keine Anbindung für Autos an die Vredener Straße – ein Rad- und Fußweg kann ja gerne geschaffen werden.“

Richard Henrichs (Grüne) lieferte die ausführliche Begründung für die einhellige Ablehnung: „Der neue Radweg an der Vredener Straße ist kein gewöhnlicher Radweg. Er wird in zwei Richtungen befahren. Weiteren Querungsverkehr sollten wir dort nicht dulden.“

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