Barbaras Hundestübchen in Stadtlohn darf trotz Corona-Lockdown arbeiten. © Privat
Stadtlohns Hundefriseur

Barbaras Hundestübchen darf auch im Lockdown Vierbeiner frisieren

Das Gericht hat entschieden: Die Corona-Schutzverordnung untersagt nur Friseurdienstleistungen an Menschen. Die Inhaberin von Barbaras Hundestübchen in Stadtlohn ist froh, sie darf arbeiten.

Kurz vor Weihnachten kam die Hiobsbotschaft für alle Friseure: Salons bleiben vorerst geschlossen. Die Corona-Schutzverordnung untersagt alle Dienstleistungen, bei denen der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann. Doch was bedeutet das für die Hundefriseure?

In Emsdetten hat eine Hundefriseurin eingeklagt, trotz Corona-Lockdown weiterhin öffnen zu dürfen. Schließlich würde sie keine Menschen, sondern Tiere frisieren. Zu dem Menschen kann sie den Sicherheitsabstand mit ihrem Hygienekonzept einhalten.

Das Verwaltungsgericht Münster reagiert darauf und schreibt in einer Pressemitteilung: „Soweit in der Corona-Schutzverordnung exemplarisch aufgeführt sei, dass Friseurdienstleistungen untersagt seien, beziehe sich dies allein auf Friseurdienstleistungen, die an Menschen erbracht würden.“ Hundefriseure dürfen somit weiterhin arbeiten.

Hundesalon mit Hygienekonzept darf auch im Lockdown öffnen

Barbaras Hundestübchen in Stadtlohn hat bereits im ersten Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres ein Hygienekonzept für ihren Hundesalon beim Kreis Borken eingereicht. Ihre Kunden geben ihren Hund zusammen mit dem passenden Geldbetrag für die Frisur an der Tür ab. Sobald der Hund fertig ist, ruft Barbara Hölscher das Herrchen an und dieser holt seinen Hund wieder ab. Der Kontakt zu einem anderen Menschen ist minimal.

Anders als bei uns Menschen hat der Besuch beim Hundefriseur nicht nur etwas mit Eitelkeit zu tun. „Der Hundehaarschnitt ist nicht nur für die Optik wichtig, sondern auch gesundheitsrelevant“, sagt die Inhaberin von Barbaras Hundestübchen. „Er ist für die Gesundheit des Hundes essenziell, damit die Haut atmen kann.“

Damit die Haut des Hundes atmen kann, ist ein Besuch beim Hundefriseur in regelmäßigen Abständen notwendig.
Damit die Haut des Hundes atmen kann, ist ein Besuch beim Hundefriseur in regelmäßigen Abständen notwendig. © Privat © Privat

Die wenigsten Hundebesitzer möchten selbst zur Schere greifen. „Wenn man als Laie daran geht, trifft man schon mal die Haut“, sagt Barbara Hölscher. „Und dann muss man zum Tierarzt.“ Außerdem kann die Prozedur am Hund bis zu 1,5 Stunden dauern.

Kundschaft von Barbaras Hundestübchen froh über offenen Salon

Viele ihrer Kunden freuen sich, dass Barbaras Hundestübchen trotz Lockdown weiterhin geöffnet hat. „Unsere Kunden sind froh, dass wir aufhaben“, sagt die Inhaberin. „Die Resonanz ist geblieben wie vor Corona.“

Auch Barbara Hölscher selbst ist froh, dass sie ihren Beruf weiterhin ausüben darf. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir hier arbeiten dürfen. Unsere Friseure und Gastronomen, die tun mir leid.“

Über die Autorin
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In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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Anne Schiebener

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