Beeindruckendes Abschiedskonzert von Helen van Almsick als Sängerin

Volles Haus

Die katholische Kirche St.-Karl-Borromäus in Büren war am Patronatsfest bis auf den letzten Platz gefüllt. Das galt nicht zuletzt auch einem zweiten Anlass: dem letzten Konzert von Helen van Almsick als Sopranistin.

BÜREN

von Von Elvira Meisel-Kemper

, 06.11.2012, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gestalteten das Abschiedskonzert in der Bürener St.-Karl-Borromäus-Kirche (von links): Matthias Reuland (Violine), Bernhard van Almsick (basso Continuo) und Helen van Almsick (Sopran) im Konzert.

Gestalteten das Abschiedskonzert in der Bürener St.-Karl-Borromäus-Kirche (von links): Matthias Reuland (Violine), Bernhard van Almsick (basso Continuo) und Helen van Almsick (Sopran) im Konzert.

„Ich selbst habe es erst aus der Zeitung erfahren, dass das ihr letztes Konzert ist“, bedauerte Pfarrer Stefan Jürgens. Er sprach damit vielen Besuchern aus dem Herzen, denn Helen van Almsick hat nicht nur eine fantastische Stimme, die spielend und in ganzer Fülle mehrere Oktaven meistert, sondern auch eine starke Ausstrahlung als Sängerin. „Die Texte und die Musik entstanden im Geist des Frühen Pietismus. Nicht pompös, eher zärtlich musste die Musik zu den Texten sein“, lenkte Jürgens in der Moderation zum geistlichen Konzertprogramm weiter. Genauso zärtlich und hingebungsvoll interpretierten die Musiker die Arien von Händel, die sich auf den Glauben, die Bibel und die Schöpfung beziehen.

In der Arie „Künftiger Zeiten eitler Kummer“ sah Jürgens den Bezug zur Bergpredigt. „Nicht naive Sorglosigkeit ist hier gemeint, sondern heitere Gelassenheit und die kann man hören“, so der Geistliche. Sanft, aber dennoch bestimmt modulierte Helen van Almsick diese Arie. „Das zitternde Glänzen“ war eine Hymne an die Schöpfung, „Das Zittern der Wellen“ eine immer wiederkehrende Textzeile, die Helen van Almsick expressiv gestaltete. Matthias Reuland und Bernhard van Almsick verfeinerten nicht nur in diesen Arien den Glanz der schönen Stimme, die als Solistin nicht mehr zu hören sein wird. Mit rauschendem Applaus formulierte das Publikum eigentlich nur ein Wort: „Schade!“ Elvira Meisel-Kemper

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