Bei der Feuerwehr lodern die Emotionen

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Freiwilligen Feuerwehr Stadtlohn stand im Zeichen des Abschieds von der alten Feuerwache. Noch mehr berührte aber der Abschied von Menschen.

Stadtlohn

20.11.2017, 17:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verabschiedung in die Ehrenabteilung: Ewald Lanfer, Urd und Matthias Schlattmann, Günter und Gerda Hillenkötter, Franz-Josef Pennekamp, Martina und Claus Zumbusch.

Verabschiedung in die Ehrenabteilung: Ewald Lanfer, Urd und Matthias Schlattmann, Günter und Gerda Hillenkötter, Franz-Josef Pennekamp, Martina und Claus Zumbusch.

Mit einem lang anhaltenden Applaus und stehenden Ovationen seiner Kameraden sowie einiger Wegbegleiter aus den Nachbarwehren wurde jetzt Stadtbrandinspektor Günter Hillenkötter in den Ruhestand verabschiedet. Wehrführer Günter Wewers, der wegen der abgerissenen und im Neubau befindlichen Feuerwache am Steinkamp in das Gemeindehaus Hengeler eingeladen hatte, wies in seiner Laudatio eindrucksvoll auf das aktive Feuerwehrleben seines langjährigen stellvertretenden Leiters der Feuerwehr hin.

„Großartige Verdienste„


Über 30 Jahre war Hillenkötter Fahrzeug- und Funkgerätewart der Feuerwehr, darüber hinaus 25 Jahre lang Mitglied im Vorstand und zuletzt 17 Jahre stellvertretender Wehrführer. Seine nach den Worten des Wehrführers Günter Wewers, „großartigen Verdienste“ wurden bereits im vergangenen Jahr mit der Verleihung des Deutschen Feuerwehrehrenkreuzes in Silber gewürdigt. Hillenkötter habe sich über mehr als 40 Jahre über alle Maße hinaus für die Belange des Feuerschutzes in seiner Heimatstadt eingesetzt, fasste auch Bürgermeister Helmut Könning zusammen: Er habe dabei Familie und Feuerwehr immer erfolgreich unter einen Hut bringen können, was in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Die Gelassenheit von Ehefrau Gerda und die Begeisterung der gesamten Familie für das Thema Feuerwehr habe hieran maßgeblichen Anteil.

In die Ehrenabteilung


Der jetzige Abschied aus der aktiven Wehr bedeutet allerdings kein endgültiges Ausscheiden: Die in vielen Jahrzehnten erlebte Kameradschaft wird weiter gepflegt in der Ehrenabteilung, in die neben Günter Hillenkötter jetzt mit Vollendung des 60. Lebensjahres auch die Kameraden Franz-Josef Pennekamp nach 40 Dienstjahren sowie Ewald Lanfer und Claus Zumbusch nach 35 Dienstjahren übernommen wurden. Wegen Wegzugs aus beruflichen Gründen erfolgte auch für Matthias Schlattmann die Versetzung in die Ehrenabteilung nach 30-jähriger Mitarbeit in der aktiven Wehr.

Den Verabschiedungen vorausgegangen waren Auszeichnungen für 25-jährige und 35-jährige treue Pflichterfüllung, die es mit musikalischer Unterstützung der Wiesentaler Musikkapelle zu feiern galt.

Lob für die Jubilare


Bürgermeister Helmut Könning sparte nicht mit Lob für die Feuerwehrangehörigen Thomas Kempkes, Ewald Lanfer, Claus Zumbusch und Peter Wittmann, die 1982 beziehungsweise 1992 in den Dienst der Feuerwehr eingetreten sind und sich bis heute ohne Unterbrechung und mit Begeisterung zum Schutz von Hab und Gut sowie Leib und Leben der Stadtlohner Bürger eingesetzt haben. Als Dank überreichte er den verdienten Feuerwehrleuten im Namen des Innenministers das Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Gold beziehungsweise in Silber. In den Dank bezog er ausdrücklich die Familien der betroffenen Feuerwehrleute ein, ohne deren Unterstützung das starke Engagement der Jubilare in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht möglich gewesen wäre.

Der offizielle Teil der Jahresabschlussfeier der Stadtlohner Feuerwehr wurde beendet mit der Übergabe der Urkunden vom Leistungsnachweis der Feuerwehren des Kreises Borken in Ottenstein am 2. September.

Rekordbeteiligung


Die Stadtlohner Wehr war dort mit einer Rekordanzahl von insgesamt sechs Leistungsgruppen am Start und damit die am stärksten vertretene Stadt im Kreis Borken.

Die sechs Gruppenführer Matthias Schlattmann, Bernd Busert, Michael Funke, Nicole Mühle, Florian Weßels und Matthias Esseling brachten in dem Leistungsnachweis ihre Gruppen allesamt erfolgreich ins Ziel.

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