Berkeldialog: Stadt Stadtlohn sagt Infoveranstaltung wegen Corona ab

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Die Pläne für Berkelmühle und Hochwasserschutz vorstellen, Fragen beantworten, Ideen hören: Der Berkeldialog am 28. Oktober sollte all das ermöglichen. Jetzt hat die Stadt den Dialog abgesagt.

Stadtlohn

, 22.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim „Berkeldialog“ am 28. Oktober sollte das Projekt „Natürlich Berkel“ vorgestellt werden. Es sollte die Möglichkeit bestehen, Fragen zu stellen oder auch Ideen zu äußern. Aber mit Blick auf den Sieben-Tage-Inzidenzwert im Kreis Borken, der am Mittwoch über die 50er-Marke kletterte, sagte die Stadt Stadtlohn die öffentliche Veranstaltung ab.

Stadt sagt Infoveranstaltung wegen Corona ab

Als der Kreis Borken offiziell zum Risikogebiet wurde, stand die Entscheidung im Stadtlohner Rathaus fest, wie Gerd Große-Frericks im Gespräch mit der Redaktion sagte. In der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums war die Veranstaltung geplant, für die großformatige Plakate überall in der Stadt werben.

„Wir wollten die Bevölkerung mal wieder einladen, wir müssen mit den Einwohnern diskutieren“, betonte Bürgermeister Helmut Könning. Das sei auch eine Zusage des Rates gewesen.

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Aber zum einen habe die Stadt eine Vorbildfunktion und werde deswegen nicht zu einer größeren Veranstaltung einladen. Denn zum anderen müsse die Ansteckungsgefahr gesehen werden, so der Bürgermeister. „Es tut mir leid, dass es nicht geht.“

Der Blick geht auch ins Jahr 2024: Was ist mit dem Berkelstadion?

Gerd Große-Frericks hatte die Veranstaltung schon vorbereitet. Die Pläne für den Umbau der Berkelmühle, für die Fischtreppe, das neue Wehr... Die sollten vorgestellt und dann auch der Blick auf 2024 gerichtet werden, wenn alle Baumaßnahmen des Projekts abgeschlossen sein sollen. Dann wird die Fläche des alten Berkelstadions nicht mehr als Lagerplatz für die Baustelle gebraucht.

Dann rückt das alte Fußballstadion und dessen Zukunft wieder in den Blickpunkt. Aber nicht nur das: Das gesamte Berkelareal von der Mühle bis zum Freibad solle betrachtet werden, sagt der Bürgermeister. Eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung des Berkelstadions hat die Stadt schon erstellen lassen. Auch wenn es noch einige Zeit ist bis 2024, „Nachdenken und Planen geht auch jetzt schon“, sagt Gerd Große Frericks.

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Um der Bevölkerung auch ohne öffentliche Veranstaltung die Gelegenheit zu geben, sich mit Ideen, Anregungen oder Kritik einzubringen, will Gerd Große Frericks jetzt eine Online-Beteiligungsmöglichkeit einrichten. „Da haben wir mit dem Owwering-Park ganz gute Erfahrungen gemacht“, sagt der Leiter des Projekts „Natürlich Berkel“. Per Internet sollen die Stadtlohner also die Möglichkeit bekommen, sich zu äußern und auch auszutauschen. Eine Seite mit vielen Infos zum Projekt gibt es schon (natuerlich-berkel.de).

Eine „echte“ Veranstaltung soll auf jeden Fall stattfinden

Der Vorschlag seitens der Stadtverwaltung an die Politik sei, ein Büro mit der Stadtplanung und dieser Art von Öffentlichkeitsbeteiligung, die ja auch verfolgt und moderiert werden muss, zu beauftragen. Der „Berkel-Dialog“ als Veranstaltung soll aber, das betont der Bürgermeister, auf jeden Fall stattfinden, sobald es die Corona-Lage zulässt.

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