Berkelmühle: Startschuss für Stadtlohns 30-Millionen-Projekt ist erfolgt

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An der Berkelmühle sind Bauarbeiten im Gange. Die Pfahlgründung ist erledigt, nun sind Erdarbeiten zu erledigen, dann folgt der Bau des Turms für Aufzug und Treppe. Das Projekt wird sichtbar.

Stadtlohn

, 22.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bagger in Aktion an der Berkelmühle: Der Startschuss zum größten Bauprojekt der Stadtgeschichte ist erfolgt. Pünktlich nach Zeitplan sind am Montag, 19. Oktober, Baugeräte und Mitarbeiter eines Legdener Unternehmens angerückt. Und am Mittwoch ist schon ein erstes Stück Arbeit fertiggestellt: die Pfahlgründung.

Sieben bis acht Meter tief sind die Betonpfeiler in den Boden gerammt und dort befestigt worden, wie Architektin und Teilprojektleiterin Petra Nordkamp beim Ortstermin mit der Presse erklärt. 16 Betonpfeiler sind unter der Erde, zwei sind noch gerade zu erkennen dort, wo ein Bagger gerade viel Erde bewegt. Schaufel für Schaufel Boden nimmt er vor der Berkelmühle weg, wo bald der Turm gebaut werden soll.

Startschuss für Stadtlohns 30-Millionen-Projekt

Bürgermeister Helmut Könning hatte zum Ortstermin eingeladen. „Wir wollen zeigen, dass wir mit der Mühle anfangen.“ Es ist ein großes Projekt, die Umnutzung der Mühle und damit verbunden verschiedene Maßnahmen zum Hochwasserschutz in Stadtlohn, zusammengefasst unter dem Titel „Natürlich-Berkel“. Eins greift hier in das andere, und nun ist es losgegangen. Nach jahrelanger Planung. 30 Millionen Euro werden alles in allem investiert.

Bürgermeister Helmut Könning, Teilprojektleiterin Petra Nordkamp und Anna Sperlbaum (Gesamtprojektleitung „Natürlich-Berkel“ ) freuen sich darüber, dass jetzt der Startschuss für die Arbeiten an der Berkelmühle erfolgt sind.

Bürgermeister Helmut Könning, Teilprojektleiterin Petra Nordkamp und Anna Sperlbaum (Gesamtprojektleitung „Natürlich-Berkel“ ) freuen sich darüber, dass jetzt der Startschuss für die Arbeiten an der Berkelmühle erfolgt sind. © Anne Winter-Weckenbrock

Trotz Regens war die Stimmung deswegen gut bei Bürgermeister Helmut Könning, Anna Sperlbaum und Gerd Große Frericks (beide Gesamtprojektleitung „Natürlich-Berkel“) und Petra Nordkamp. Die Teilprojektleiterin erläuterte, was als nächstes ansteht: Die Erdarbeiten bereiten die Fläche für das Fundament des „Aufzugsturms“ vor.

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Der Turm soll die Berkelmühle barrierefrei erreichbar werden lassen. Er wird vor die Fassade postiert, „etwa fünf Meter ist er im Durchmesser“, so Petra Nordkamp. Drinnen ist der Aufzug, drumherum wird es eine Treppe geben. Sie schätzt, dass bis März dieser erste Bauabschnitt absolviert sein wird. Mit dem Turm wird dann auch nach außen sichtbar sein, dass sich an der Mühle etwas tut.

Ein Blick ins Innere der Berkelmmühle: Rechts stand mal ein Silo.

Ein Blick ins Innere der Berkelmmühle: Rechts stand mal ein Silo. © Anne Winter-Weckenbrock

Drinnen wird auch gearbeitet. Aber nur soviel, wie es sinnvoll ist. Der „Rückbau“ ist im Gange. Alles, was nicht mehr gebraucht wird, wird entfernt. Und dort, wo früher Silos waren, klaffen Löcher in den Betondecken - so müssen die Decken wiederhergestellt werden. Aber auch das Dach, die Fassade und die Fenster der Berkelmühle sollen im ersten Bauabschnitt angegangen werden.

„Es soll alles wetterfest sein, bevor wir innen weitermachen können“, so Gerd Große-Frericks. Und wichtig ist auch, einen weiteren Baustein abzuwarten: Wenn ab Herbst 2021 das Wehr neben der Mühle abgebrochen und erneuert wird, sind Erschütterungen zu erwarten. Diese Arbeiten für den Hochwasserschutz können aber aus Umweltschutzgründen erst im Oktober 2021 starten: Mit Rücksicht auf die Groppe, eine Fischart, die in der Berkel lebt.

Berkelmühle wird vielfältig genutzt

Die Berkelmühle soll nach der aufwendigen Sanierung vielfältig genutzt werden. Im Dachgeschoss soll die „Forschermühle“ Kindern Wissenschaft und Technik näherbringen, im Obergeschoss soll ein Co-Working-Space entstehen.

Ein gastronomischer Betrieb mit Außenterrasse, den der Verein „Interkulturelle Begegnungsprojekte“ mit einem integrativen Betriebskonzept betreiben wird, ist für das Erdgeschoss der Berkelmühle vorgesehen. Auch das Büro des Stadtlohner Stadtmarketings zieht vom Haus Hakenfort in die Berkelmühle.

An der Berkelmühle haben die Bauarbeiten begonnen, die Bagger ebnen die Fläche für das Fundament für den Aufzugsturm.

An der Berkelmühle haben die Bauarbeiten begonnen, die Bagger ebnen die Fläche für das Fundament für den Aufzugsturm. © Anne Winter-Weckenbrock

Den Fluss, die Berkelmühle und die nahegelegene Innenstadt wieder miteinander zu verbinden – dieses Ziel hat die Stadt in jahrelanger Planung mit dem Ziel des Hochwasserschutzes verknüpft. Seit 2012 wird an dem Hochwasserschutzkonzept gearbeitet. Auf einer eigenen Internetseite gibt es alles Wissenswerte rund um den Berkeldialog(www.natuerlich-berkel.de).

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