Bewegender Abschied von Heinrich Thöne

Losbergschule

41 Jahre an der Losbergschule, tausende Schüler, abertausende Unterrichtsstunden, Lehrplanorganisationen und die Umstrukturierung der Schule - Wenn Heinrich Thöne auf seine Zeit an der Stadtlohner Hauptschule zurückblickt, dann fallen ihm schlagartig so viele Dinge ein, dass er sie gar nicht alle aufzählen kann.

STADTLOHN

, 27.01.2016, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Schülerinnen der Klasse 9a führten einen orientalisch angehauchten Tanz bei der Verabschiedung auf.

Die Schülerinnen der Klasse 9a führten einen orientalisch angehauchten Tanz bei der Verabschiedung auf.

Mit frischen 24 Jahren beginnt der junge Heinrich Thöne im September des Jahres 1976 seine Karriere an der Stadtlohner Schule. Nur drei Jahre später wird er Beamter auf Lebenszeit. Vier Jahrzehnte später sitzen zu seiner offiziellen Verabschiedung Schüler, Lehrer, Eltern, Freunde, Politiker an diesem Mittwochmorgen in der Losbergschul-Aula.

Höhepunkte als Konrektor

Die Höhepunkte seines Arbeitslebens sagt Thöne aus dem Stegreif auf: der Ausbau der Ganztagsschule, den Bau der Mensa, die schulischen Schwerpunkte der Integration und der Inklusion hat der stellvertretende Schulleiter aktiv mit umgesetzt. Rund 4,5 Millionen Euro sind damals investiert worden, 3000 Quadratmeter an Klassen- und Funktionsräumen sind so entstanden. Bürgermeister Helmut Könning, einer der Festredner, fasst Fakten zusammen. "Er hat sich um die Bildung in unserer Stadt Stadtlohn verdient gemacht", sagt Könning und schaut in das Gesicht eines sichtlich gerührten Konrektors.

"Ein gutes Maß an pädagogischer Kompetenz"

Auch Heinrich Dreier als Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, vertretend für alle Stadtlohner Schulen, Schulleiterin Birgit Kentrup, Ex-Rektor Karl-Heinz Brubach sowie Vertreter der Lehrer, Eltern und Schüler haben in ihren vielen verschiedenen Ansprachen allesamt nur Lobendes zu verkünden: Thöne bleibt in Erinnerung als "ein gutes Maß an pädagogischer Kompetenz", als "ein Mensch, mit dem man Klartext reden kann" und als "ein Vertrauenslehrer, der immer ein offenes Ohr hat". Er habe unzähligen Schülern vermittelt, was im Leben wichtig ist, und er hat sich darum gesorgt, dass alle Schüler eine Perspektive haben. "Danke für Ihre Geduld, Ihre Hingabe und Ihre liebevolle Betreuung", sagen Schülersprecher Devran Delen und Lennard Ahler aus den zehnten Klassen.

Bunter Abschied

Schüler aller Jahrgangsstufen legen sich ins Zeug, um die Verabschiedung abwechslungsreich und bunt zu gestalten. Die Schülerinnen der Klasse 9a tanzen in orientalischer Manier mit Klimpertüchern umwickelt eine flotte Choreografie. Die Klasse 5c spielt Theater, am Ende gibt es Sekt und Geschenke. Bilder, Blumen und Präsentkörbe.

Lehrerband, Lehrerchor und die Schüler der Klassen 6, 9 und 10 singen. "Ruhestand", so der Titel des Liedes nach der Melodie von Helene Fischers "Atemlos" mit selbst geschriebenem Text. "Vertretungsplan ist einerlei, ab morgen sind Sie wieder frei."

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