Probenendspurt: Die Husaren bereiten sich intensiv auf das Festival „Marktplatztöne" am dritten Augustwochenende vor. © privat
Marktplatztöne

Corona soll Drei-Tage-Festival der Husaren nicht stoppen

Steigende Inzidenzen, neue Coronaschutzauflagen – den „Neustart Kultur“ hätten sich die Stadtlohner Husaren eigentlich anders gewünscht. Aber: Das Festival „Marktplatztöne“ wird stattfinden.

Tomas Lüfkens steht unter Dampf. Vor einer Großveranstaltung ist für ihn und seine sieben Vorstandskollegen der Husarenkapelle immer viel zu bedenken und zu organisieren. In Coronazeiten umso mehr. Die Spielregeln verändern sich laufend. Jetzt könnten sich neue Einschränkungen ergeben, weil die 7-Tage-Inzidenz die 35er-Marke zu überschreiten droht.

Doch Thomas Lüfkens hat eine klare Botschaft an die Stadtlohner: „Die Veranstaltung wird stattfinden – wenn es keine unerwarteten dramatischen Veränderungen geben wird.

Blasmusik und Rock für bis zu 1000 Zuschauer

Nach einjähriger musikalischer Stille will die Husarenkapelle am dritten Augustwochenende eine langgehegte Idee umsetzen: drei Tage „Musik pur“ im Herzen der Innenstadt. Die „Marktplatztöne“ bieten vom 20. bis zum 22. August der Blasmusik, dem Rock und Pop, Chorsängern und Balletttänzern vor der St.-Otger-Kirche eine große Bühne.

Bis zu 500 bis 1000 Konzertbesucher erwartet Thomas Lüfkens. „Das wäre schon ein Riesenerfolg.“ In der jetzt geltenden Inzidenzstufe 1 wäre diese Zuschauerzahl kein Problem: Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen sind erlaubt, sofern ein Sitzplan, ein negativer Testnachweis, Impf- oder Immunisierungsnachweis sowie die Einhaltung des Mindestabstands oder eine Sitzordnung nach Schachbrettmuster gewährleistet sind.

Inzidenzstufenwechsel schränkt Zuschauerzahl nicht ein

Aber ist das denn noch möglich, wenn die 7-Tage-Inzidenz die 35er-Marke dauerhaft überschreitet und der Kreis Borken dann zur Inzidenzstufe 2 zählt? Diese Frage stellten sich auch Thomas Lüfkens und seine Mitstreiter.

Nach einem Gespräch mit dem Ordnungsamt der Stadt Stadtlohn zeigte sich der Vorsitzende der Husaren am Dienstag beruhigt. „Unter Auflagen für Sitzordnung und Rückverfolgung dürfen wir 500 negativ getestete Zuschauer einlassen. Dabei zählen aber Geimpfte und Genesene nicht. Die dürfen zusätzlich noch hinein“, sagt Thomas Lüfkens.

Aber es gelten neue Auflagen. „Der Marktplatz muss abgesperrt werden. Das müssen wir jetzt noch organisiert bekommen“, sagt Thomas Lüfkens, der mit Spannung auch die Ergebnisse des Coronagipfels vom Dienstag sowie die Bestimmungen der neuen NRW-Coronaschutzverordnung ab dem 19. August abwartet.

Dämmerschoppen und Open-Air-Gottesdienst

Wenn dramatische Entwicklungen ausblieben, beginnen die „Marktplatztöne“ am Freitagabend (20. August) auf dem Stadtlohner Marktplatz mit einem Biergarten-Dämmerschoppen mit gleich drei Blasmusikgruppen. Klassische Blasmusik der Husaren, der Combo „Altes Blech“ und der Drumpets soll bei allen Gästen die seit zwei Jahren vermisste Schützenfeststimmung aufkommen lassen.

Am Samstag (21. August) folgt der Kinder- und Jugendnachmittag: Jugendbands und die Musikschule laden zum „Musikinstrumente-Schnuppern“ ein, Ballettschülerinnen zeigen ihr Können. Am Samstagabend bieten das Trio „Daddy Longleg“ und die Band „Recall“ Rock- und Popgenuss.

Die Eventband Recall setzt auf ein breites Repertoire und bietet Seichtes zum Essen, etwas Rockiges zum Tanzen oder etwas Poppiges zum Partymachen.
Dennis Böhm (Schlagzeug), Matthias Dennemann (Keyboards), David Orthaus (Vocals), Christina Harpers (Vocals), Tim Woltering (Gitarre) und Thorge Lanvermann (Bass) sind beim Musikfestival der Husarenkapelle am 21. August zu erleben.
Die Eventband Recall setzt auf ein breites Repertoire und bietet Seichtes zum Essen, etwas Rockiges zum Tanzen oder etwas Poppiges zum Partymachen. © Veranstalter © Veranstalter

Ein Open-Air-Gottesdienst, musikalisch gestaltet von der Husarenkapelle, und am Nachmittag das große Jahreskonzert der Husaren schließen das Festival am Sonntag (22. August) ab. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Das Projekt „Marktplatztöne“ wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus dem Programm „Neustart Kultur“ gefördert. Neben den Husaren sind die Stadt Stadtlohn und der Kreis Borken Mitveranstalter des Drei-Tage-Festivals.

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Stefan Grothues

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