Der Fusionsvertrag ist unterschrieben

Sparkasse

Die Tinte ist trocken, die Fusion besiegelt: Am Montagvormittag trafen sich im Stadtlohner Rathaus die Vertreter der Sparkassenträger und unterzeichneten den öffentlich-rechtlichen Fusionsvertrag. Die Sparkasse Stadtlohn ist nun mit der Sparkasse Westmünsterland zusammengeschlossen.

STADTLOHN

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 01.08.2011, 13:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Unser Ziel ist, das Westmünsterland zu stärken. Das können wir mit dieser Fusion tun.“ Landrat Dr. Kai Zwicker blickte als Vorsitzender der Sparkassen-Zweckverbandsversammlung optimistisch gestimmt in die gemeinsame Zukunft von Sparkasse Stadtlohn und Sparkasse Westmünsterland.Die Tinte unter den Verträgen war getrocknet, die offiziellen Fotos geschossen, da stießen die Vertreter der Sparkassenträger auf die „Eheschließung“ an. Mit feierlichem Ernst hatten die Verantwortlichen mit ihrer Unterschrift den Zusammenschluss besiegelt und zuvor deutlich gemacht, welche Chancen dieser Schritt mit sich bringt.

Bürgermeister Helmut Könning brachte in Erinnerung, dass der Rat das „hohe Gut der Selbstständigkeit“ aufgegeben habe mit der Gewissheit, dass die Herausforderungen der Zukunft im Verbund mit der Sparkasse Westmünsterland besser bewältigt werden könnten. „Stadtlohn war wie ein gallisches Dorf“ meinte Könning schmunzelnd mit Blick auf die an die Wand gehängte Karte mit dem rot gekennzeichneten Geschäftsgebiet der Sparkasse Westmünsterland – bis auf Gronau ist diese im Kreis Borken nun durchweg „rot“. „Zwei Kreise, sechs Städte – es verbindet uns viel“, hob Dr. Kai Zwicker die Größe des Verbands hervor. Für die Stadt Stadtlohn, von der die Initiative ausgegangen sei, sei die Fusion eine „schwere, aber gut fundierte Entscheidung“ gewesen, bewertete Konrad Püning, Landrat des Kreises Coesfeld, Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland und Verbandsvorsteher, den Zusammenschluss. Vorstandsvorsitzender Heinrich-Georg Krumme blickte auf eine „Geschichte erfolgreicher Fusionen“ zurück und lobte die aktuelle: „Das ist eine kluge Entscheidung“. Die Kundenberatung in Stadtlohn bleibe dauerhaft erhalten und werde durch spezialisierte Bereiche ausgebaut. Im Firmenkundengeschäft gebe es nun erweiterte Möglichkeiten bei der Kreditvergabe: „Wir können – bei Bedarf – aus dem Stand zwei Milliarden Euro neue Kredite vergeben“, lenkte Krumme den Blick auf das noch größer gewordene Netzwerk der Sparkasse Westmünsterland.

Für die Kunden wird sich auch nach vollzogener rechtlicher Fusion vorerst nichts merklich verändern. Der Zahlungsverkehr inklusive Karten, Online-Banking und aller Vordrucke werde bis auf weiteres über die alten Bankleitzahlen abgewickelt. Für das Ende des ersten Quartals 2012 sei die technische Fusion vorgesehen. Über den Zeitpunkt werde jeden davon betroffene Kunden rechtzeitig informiert. Darauf wies Dr. Matthias Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Stadtlohn und nun stellvertretendes Mitglied des Vorstands der Sparkasse Westmünsterland, hin. Bergmann hob hervor, dass es anders als bei anderen Fusionen eine Jobgarantie für die Mitarbeiter gebe. Die Leitlinie der Regionaldirektion Stadtlohn sei es die, die Zahl der Mitarbeiter zu erhalten. Dies sei ein wesentlicher Erfolg der Fusionsverhandlungen gewesen. Stadtlohner Mitarbeiter aus der Kundenbetreuung würden auch weiterhin in Stadtlohn tätig sein können. Die Mitarbeiter aus Stab und Marktfolge sollten je nach Qualifikation, Interesse und Bedarf in die Abteilungen der Sparkasse Westmünsterland integriert werden.

Lesen Sie jetzt
Meistgelesen