Der Stadtlohn-Gutschein sorgt für viele Besucher im Stadtmarketing-Büro

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In der Serie „Eine Stunde mit“ war Redakteurin Anne Winter-Weckenbrock im SMS-Büro zu Besuch. Es war ruhig am Donnerstagnachmittag. Aber es gibt durchaus auch mal Warteschlangen.

Stadtlohn

, 06.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der Donnerstag nach Schulbeginn, draußen ist Aprilwetter im September mit Sonne und Prasselregen im Wechsel. Sieht nach einem eher ruhigen Tag im SMS-Büro aus. Und am frühen Nachmittag ist es auch so. SMS-Mitarbeiterin Birgit Riers ist allein im Büro im Erdgeschoss des Hauses Hakenfort.

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Auf ihren Schreibtisch liegen verschiedene kleine Stapel mit Stadtlohn-Gutscheinen. Da sind wir schon mitten im Thema: Diese Gutscheine, die beim SMS gekauft und in 58 Stadtlohner Einzelhandelsgeschäften eingelöst werden können, sind der Renner und sorgen für Frequenz im Büro, wie Birgit Riers erzählt. Seit 2016 gibt es die Gutscheine, und die Nachfrage steigt stetig. 10 bis 20 Gutscheine werden in der Regel täglich verkauft.

Marketing für Stadtlohn und die Stadtlohner

Stadtmarketing heißt also nicht nur Marketing nach außen, sondern auch nach innen. Für Stadtlohn und die Stadtlohner. Die Tür öffnet sich, und Monika Daume kommt herein. Sie möchte – so ein Zufall – einen Stadtlohn-Gutschein kaufen. „Das finde ich richtig gut“, sagt sie zu dem Angebot, das sie nicht zum ersten Mal nutzt.

Weitere Geschenkideen gibt es auch im SMS-Büro. Die Stadtlohn-Skyline fürs Auto zum Beispiel. Nach der Berichterstattung in der Münsterland Zeitung darüber habe es einen regelrechten Ansturm auf die Aufkleber gegeben, erzählt Birgit Riers. Wer seine Verbundenheit mit der Heimatstadt zeigen will, kann auch einen Kennzeichen-Halter mit dem Schriftzug „Zuhause in Stadtlohn“, einen Kühlschrankmagneten oder einen Schlüsselanhänger mit dem Stadtlohner Wappen bekommen.

Der Stadtlohn-Gutschein sorgt für viele Besucher im Stadtmarketing-Büro

SMS-Geschäftsführer Martin Auras mit der Auswahl an Geschenken: Vom Rathaustropfen in dekorativer Flasche über den Stadtllohner Sekt bis hin zu dem Badenden und der Badenden in Miniatur und mittelgroß hat das SMS-Büro einiges auf der Region zu bieten. © Anne Winter-Weckenbrock

Aber: Die Gutscheine sind schon der meistverkaufte Artikel. Und an manchen Tagen stehen die Leute sogar Schlange im Büro. Zu Ostern, in der Weihnachtszeit, und selbst in der vergangenen Woche zur Einschulung. Heute sind es keine 10 bis 20 Kunden, also haben wir in der „Stunde“ Zeit für ein Gespräch darüber, was das Stadtmarketing alles so macht in Stadtlohn.

„Wir verkaufen zum Beispiel Tickets für Veranstaltungen, die über das Portal Reservix angeboten werden“, sagt Birgit Riers. Das gilt für Theateraufführungen oder Kabarett im benachbarten Ahaus genauso wie für Veranstaltungen bundesweit.

Tickets für überregionale und lokale Veranstaltungen

Das weiß sicher nicht jeder Stadtlohner. Aber auch für lokale Veranstaltungen gibt es Tickets: für Konzerte der heimischen Chöre oder Veranstaltungen von Stadtlohner Vereinen wie aktuell für das Oktoberfest der Wessendorf-Breuler Schützen. Und natürlich bringt die Skulpturenausstellung „Kunststation Stadtlohn“ Gäste nach Stadtlohn und ins Haus Hakenfort.

Ein Mann, dessen Akzent verrät, dass er Niederländer ist, möchte 20 Flyer der Kunststation und bekommt sie sofort ausgehändigt. Martin Auras ist sich sicher, dass die Schau Stadtlohn viele Tagesgäste beschert. Genauso wie manche Radrouten, die durch Stadtlohn führen. Es gibt noch Touristen, die nicht online alles vorgeplant haben. Die stehen dann manchmal nachmittags im SMS-Büro und suchen ein Bett für nur eine Nacht.

In Stadtlohn fehlt ein Hotel für die, die eine Übernachtung wünschen

„Wir haben noch immer eine Lösung gefunden“, sagt SMS-Geschäftsführer Martin Auras, der für das Gespräch in der Geschäftsstelle vorbeischaut. Aber dass ein Hotel in Stadtlohn dringend fehlt, „das merken wir gerade im Sommer täglich.“ Die Stadtlohner Pensionen und das Hotel Ritter in Büren, aber auch Hotels in Südlohn und Gescher werden dann angerufen und nach freien Kapazitäten gefragt. Und die Radler müssen dann noch mal weiter.

Touristen werden beraten, manche buchen auch nach wie vor Pakete, viele kaufen Karten mit den örtlichen Radtouren. „Sogar die Strecken von der Kartoffeltour werden nachgefragt“, berichtet Birgit Riers. Wer etwas unternehmen oder sehen möchte, dem wird das Sikumuseum oder das Eisenbahnmuseum empfohlen. Oder eine Führung über den Flugplatz Stadtlohn-Vreden. „Im Herbst und Winter gibt es auch wieder Nachtwächterführungen“, betont die SMS-Mitarbeiterin. „Die touristischen Angebote gelten auch für die Menschen, die hier leben“, sagt Martin Auras und schmunzelt.

Er ist gerade zusammen mit Eva Vehring dabei, das Fest der Kulturen zum Stadtlohner Herbst vorzubereiten. Denn nicht zuletzt organisiert das Stadtlohner Marketing die verkaufsoffenen Sonntage vom Frühling über den Herbst bis zum Weihnachtsmarkt.

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