Der Strom fließt ganz still

Stadtlohn Sie summen ganz leise. Den vier großen Transformatoren ist weder anzusehen noch zu -hören, welche Energieströme durch sie hindurchfließen - im Gegensatz zu ihren Vorgängern.

14.09.2007, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Und so freute es Stadtlohns Bürgermeister Helmut Könning ganz besonders, dass die neue Umspannanlage nicht nur einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leistet, sondern den Anwohnern am Südring in Stadtlohn auch mehr Ruhe schenkt.

"Diese 8,5 Millionen Euro sind eine Investition in die Zukunft", bewertete Herbert Jansen, Leiter des Regionalcenters Nordhorn der RWE Westfalen-Weser-Ems AG, den Stellenwert der Maßnahme. Nicht wenig von diesen Mitteln sei unmittelbar in die Region geflossen - in Aufträge für dort ansässige Unternehmen, die bei den zahlreichen Gewerken für das neue Umspannwerk Hand in Hand gearbeitet hätten.

Die neuen Transformatoren seien ein Garant für eine gute Versorgung, meinte Bürgermeister Könning gestern bei der offiziellen Inbetriebnahme. Und in diesem Zusammenhang erinnerte er auch an die Schneekatastrophe von 2005: Damals habe schnell entschieden werden müssen, was mit der 110 Kilovolt-Freileitung passieren solle - und in intensiven Verhandlungen sei erreicht worden, dass diese jetzt unterirdisch verlegt worden sei: "Dadurch gibt es jetzt neue Bauflächen für uns als Stadt. Deshalb war es richtig, dass wir uns daran finanziell beteiligt haben."

Dass das Umspannwerk in Stadtlohn bereits seit 77 Jahren einen wichtigen Knotenpunkt im Versorgungsnetz darstelle, darauf wies Dr. Lars Jendernalik hin. Der Leiter Assetmanagement Strom der RWE unterstrich, dass mit der seit 2003 geplanten Trafoerneuerung die Versorgung von insgesamt rund 100 000 Menschen in der Region abgesichert sei - und ausreichend Spielräume für den Anschluss neuer Wohn- und Gewerbegebiete bestehe. Als nächster großer Schritt sei jetzt auch die Modernisierung der verbliebenen 30-Kilovolt-Umspannanlage in Stadtlohn geplant.

Auf die aus Sicht der Techniker spannende Bauzeit blickte Berthold Pierick von der RWE zurück: Es sei eine große Herausforderung gewesen, die Anlage ohne Betriebsunterbrechung komplett zu erneuern. to

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