Der "Stromdoktor" war in Litembo im Einsatz

Urwaldhospital

An seinen Namen in Litembo hat er sich schon gewöhnt, der „Stromdoktor“. Christian Feldmann ist eben für alles Elektrische im Einsatz im „Urwaldhospital“ im Südwesten Tansanias. Gerade war der Stadtlohner wieder dort. Und weil fast alle europäischen Gäste dort Mediziner sind, ist er nun halt auch „Doktor“. Ehrenhalber sozusagen.

STADTLOHN

02.08.2011, 17:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der "Stromdoktor" war in Litembo im Einsatz

Der »Stromdoktor« mit seinen Kollegen aus dem Krankenhaus in Litembo. Ihnen hatte der Stadtlohner Werkzeugtaschen mitgebracht. Ein Geschenk der Familie Feldmann: Seine Tante und Cousine sponserten die Ausrüstung.

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Jubiläum in Litembo

Das Urwaldhospital hat die gebürtige Stadtlohner Krankenschwester Maria Meiss mitgegründet. Jetzt wurde das 50-jährige Bestehen des Hospitals gefeiert. Christian Feldmann vom "Freundeskreis Urwaldhospital Litembo" aus Stadtlohn war jetzt fünf Wochen in Tansania im Einsatz.
02.08.2011
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Der Eingang zum Krankenhaus in Litembo.
© privat
Auch das ist neu: Eine überdachte Wartemöglichkeit für Patienten vorm Krankenhauseingang.© privat
Christian Feldmann und seine Kollegen mit der Wasserturbine, die mit einem Überspannungsschutz ausgestattet wurde.© privat
Elektrische Leitungen wurden verlegt.© privat
Eine Baustelle: Ein WC-Gebäude wird neu gebaut. Auch die Ziegelsteine werden selbst gemacht.© privat
Bei der Maisernte.© privat
Viele Geburtengibt es im Krankenhaus in Litembo zu verzeichnen.© privat
Diese Kinder werden allesamt an Knochenbrüchen behandelt.© privat
Ein kleiner Patient.© privat
Für Kleinteilreparatur hatte Christian Feldmann ein Arbeitszimmer.© privat
Bei der Fahrt nach Litembo.© privat
Bei der Fahrt nach Litembo.© privat
In diesem gut sortierten Kiosk in Mbinga konnte Christian Feldmann einige Ersatzteile besorgen.© privat
Schulkinder aus Litembo.© privat
Auf dem Weg nach Litembo war alles sehr grün.© privat
Christian Feldmann gesellte sich zur Warteschlange am Hospital.© privat
Für die Angehörigen der Patienten wurden neue Kochstellen geschaffen.© privat
Schulkinder tragen in Tansania Uniform.© privat
Die Kinder freuen sich immer auf ein Foto mit dem Gast aus Europa.© privat
Straßenbauarbeiter legen für ein Foto eine Pause ein.© privat
Bretter herzustellen, ist eine schwierige Arbeit in Tansania.© privat
Eindrücke vom Jubiläumsfest.© privat
Eindrücke vom Jubiläumsfest.© privat
Eindrücke vom Jubiläumsfest.© privat
Eindrücke vom Jubiläumsfest.© privat
Beim Festakt zum Jubiläum: Maria Meiss hält eine Ansprache. Unter anderem waren der Bischof von Mbinga, John Ndimbo, und der Gesundheitsminister von Tansania, David Homeli Mwakyusa, zu Gast.© privat
Luftballons aus der Heimat von Christian Feldmann.© privat
Zum Jubiläumstag gab es traditionelle Tänze.© privat
Zum Jubiläumstag gab es traditionelle Tänze.© privat
Das Krankenhaus in Litembo hat 350 Betten - entstanden ist es vor 50 Jahren als Krankenstation.© privat
Kinder auf dem Weg zur Schule.© privat
Ein kleiner Patient mit seiner Mutter.© privat
Der renovierte OP-Saal.© privat
Christian Feldmann mit seinem Patenkind und dessen Zwillingsbruder, Freddy und Baraka.© privat
Viele auch kleine Geräte wurden repariert.© privat
Für die kranken Patienten kochen die Angehörigen vor dem Krankenhaus und an extra Kochstellen.© privat
Für die kranken Patienten kochen die Angehörigen vor dem Krankenhaus und an extra Kochstellen.© privat
Maria Meiss (Bildmitte) mit ihren Arbeitskolleginnen im Krankenhaus.© privat
Christian Feldmann und Schwester Maria Meiss mit Angestellten des Krankenhauses.© privat
Die Ärzte nach einer Operation im frisch renovierten OP.© privat
Schwester Maria Meiss mit der Mitbegründerin des Krankenhauses Schwester Anneliese, den Ärzten Dr. Freddy und Dr. Majura sowie OP-Schwester Christa.© privat
Wartende Patienten am Krankenhaus in Litembo.© privat
Das Krankenhaus in Litembo.© privat
Christian Feldmann mit seinen Kollegen.© privat
Schüler in der noch behelfsmäßig eingerichteten Hospitaleigenen Laborschule, darunter auch Novizinnen der Benediktiner.
.© privat
Christian Feldmann und seine Kollegen.© privat
Schlagworte Stadtlohn

Der 38-Jährige hat Urlaub zusammengespart und fünf Wochen in Litembo verbracht. Der Elf-Stunden-Flug verblasste fast gegen die 14 Stunden Busfahrt von Daressalamnach Songea. Aber immerhin: Es war alles grün dort. „Am Flughafen war alles voller Grashüpfer“, erinnert er sich.In Songea holte Schwester Maria Meiss den Gast aus Stadtlohn ab. Beidelegten einen Stopop in der Missionsstation der Benediktiner ein, ehe es dann am nächsten Tag ins 120 Kilometer entfernte Litembo ging. Dort war Trockenzeit. „Angenehm zum Arbeiten“, fand Feldmann. Aber: Dürre herrscht nicht in dem Teil Tansanias, doch auch nur dort konnte nur einmal statt sonst zweimal geerntet werden in diesem Jahr, erzählt er.

Im Hospital wartete viel Arbeit auf ihn. Zusammen mit den beiden Elektroinstallateuren und dem Schreiner des Krankenhauses wurde vieles repariert – alles, was im Tagesgeschäft liegen bleibt, arbeitete der Stadtlohner auch geduldig aus in seinem „Arbeitszimmer“. Dort erledigte er Kleinigkeiten, besorgte Ersatzteile und reparierte zum Beispiel Mikroskope für die Laborschule. Turbine jetzt geschützt Wichtig sei in diesem Jahr gewesen, einen Überspannungsschutz in die Wasserturbine einzubauen. Diese wiederum ist für die Eigenstromversorgung des Hospitals zuständig. Feldmann hatte die nötigen Ersatzteile im Gepäck, um die Turbine gegen das doch oft Schwankungen unterworfene Stromnetz auszurüsten. Ein neues Gästehaus galt es mit Beleuchtung und Steckdosen auszustatten, auch – wie schon berichtet – wurde ein OP zum 50-jährigen Bestehen des Krankenhauses saniert. Nun ist Feldmann schon wieder „ein paar Tage“ in der Töpferstadt zurück, steht aber immer noch unter dem Eindruck der völlig anderen Welt dort. „Es hat viel Spaß gemacht“, fasst er zusammen. Die Dankbarkeit der Menschen dort sei groß. „Und wir haben viel fertig bekommen. Wegen des Jubiläums herrschte ja positiver Druck“, blickt Feldmann zurück.

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