Der Zaun ist weg - Parkplatz von Stadtlohner Imbiss wieder frei

mlzParkplatzproblem

Jahrelang behinderte ein Zaun den Parkplatz des Imbiss Truck Stop in Stadtlohn. Das senkte auch die Einnahmen. Nun wurde der Zaun, den die Deutsche Post dort aufgestellt hatte, entfernt.

Stadtlohn

, 15.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Erleichterung ist Margrit Neises an der Stimme anzuhören. Ganz fröhlich klingt sie und teilt während des Telefonats mehrmals mit großer Freude mit: „Der Zaun ist weg. Das ist ein tolles Gefühl. Jetzt haben unsere Kunden wieder mehr Platz auf dem Parkplatz.“

Der Hintergrund: Margrit Neises betreibt seit 2012 mit ihrem Mann den Truck-Stop-Imbiss an der von-Adrenne-Straße – an dem Standort, der einst vom Stadtlohner Original und der Bratwurst-Ikone „Schweine-Heiner“ genutzt wurde. Mit Bratkartoffeln, selbst gemachten Soßen und Salaten und Hamburgern setzt das aus Borken stammende Ehepaar Neises auf Hausmannskost

„Parkplätze von Unbefugten genutzt“

Seit knapp vier Jahren befand sich auf dem Parkplatz vor ihrem Imbiss ein großer Bauzaun. Dieser wurde von der Deutschen Post, die ihren Zustellstützpunkt direkt neben dem Imbiss hat, dort errichtet.

Der Zaun ist weg - Parkplatz von Stadtlohner Imbiss wieder frei

Der Zaun der Post hat drei Jahre lang auf dem Parkplatz gestanden. © Stefan Grothues

16 Stellplätze wurden auf diese Weise für ihren Bedarf von dem Parkplatz abgetrennt – direkt vor ihrem Zustellstützpunkt und damit vor dem Schnellimbiss von Josef und Margrit Neises. „Der Bauzaun war zur Sicherung unserer Dienstfahrzeuge, weil die Parpklätze von Unbefugten genutzt wurden und das trotz Hinweisschild, das man dort nicht parken darf“, erklärt Rainer Ernzer, Pressesprecher der Post.

„Kein weiterer Zaun in der Zukunft“

Nun ist der Zaun weg. Der Anlass: Der Zustellstützpunkt ist weiter gezogen und befindet sich nun auf dem Gelände des ehemaligen Aldi am Südlohner Weg. „Da dort nun unser neuer Zustellpunkt ist, wird in Zukunft auch kein weiterer Bauzaun auf dem Gelände vor dem Imbiss aufgestellt werden“, sagt der Pressesprecher der Post.

Die Imbiss-Inhaber waren in der Vergangenheit gewohnt, dass der Drahtzaun wegen des erhöhten Paketaufkommens in der Vorweihnachtszeit aufgebaut wird. „Die Post muss im Weihnachtsgeschäft besonders viele Pakete ausliefern. Bislang wurde der Zaun aber im Januar immer wieder abgebaut. Damit konnten wir ja leben“, berichtete Margit Neises bereits im März 2016.

Weniger Einnahmen

Damals erhofften sich die Betreiber noch einen baldigen Abbau des Drahtzauns. Nun blieb der Zaun aber kontinuierlich stehen – unabhängig vom Weihnachtsgeschäft. „Die Paketwirtschaft hat zugenommen und steigt auch immer weiter. Daher steigt der Bedarf an Dienstfahrzeugen. Deswegen brauchten wir den Parkplatz kontinuierlich“, rechtfertigt sich Rainer Ernzer.

Dass der Zaun dort die gesamte Zeit aufgebaut war, ärgerten die Inhaber und wirkte sich auch auf die Einnahmen des Imbiss aus. „Sicher kann man sagen, dass der Zaun geschäftsschädigend war. Unsere Einnahmen sind zurückgegangen“, sagt Margit Neises.

Der Bauzaun führte dazu, dass Gäste fernblieben oder andere Besucher einen äußerst beschwerlichen Weg zum Imbiss hatten. Gerade Menschen mit Rollatoren hätten wegen der längeren Anfahrt das Geschäft gemieden, berichtet die Inhaberin. Für die Zukunft hoffen die Inhaber nun wieder auf steigende Einnahmen – die Sichtbehinderung ist ja jetzt weg.

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