Dodgeball-Beach-Cup wäre am Freitag um ein Haar geräumt worden

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Der Dodgeball-Beach-Cup 2019 ist schon wieder Geschichte, war aber ein voller Erfolg. Und das, obwohl das ganze Festival am Freitag fast abgebrochen und geräumt worden wäre.

Stadtlohn

, 12.08.2019, 16:43 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Stimmung war noch nie so gut, wir sind sehr zufrieden“, sagt Hendrik Kemper, einer der Organisatoren des Dodgeball-Beach-Cups am Montagvormittag. Da steht er gerade zusammen mit Martin Bienhüls am Rand der Veranstaltungsfläche neben dem Flugplatz Stadtlohn-Vreden. Die Aufräumarbeiten sind schon in vollem Gang. Beide sprechen von toller Stimmung, von vielen Besuchern und einem rundum gelungenen Festival.

Dodgeball-Beach-Cup wäre am Freitag um ein Haar geräumt worden

Die Organisatoren Hendrik Kemper (l.) und Martin Bienhüls sind müde, aber vor allem überglücklich, dass der Dodgeball-Beach-Cup reibungslos über die Bühne gegangen ist. © Stephan Teine

Dabei stand der Dodgeball-Beach-Cup am Freitag sogar zeitweise ganz auf der Kippe. Davon, dass das Festival beinahe abgebrochen worden wäre, hat das Publikum nicht viel mitbekommen.

Unwetterwarnung am Freitag bedrohte die Veranstaltung

Das Wetter war schuld. „Wir hatten alles für eine Räumung vorbereitet“, erklärt Hendrik Kemper, einer der Organisatoren des Dodgeball Beach Cups. Der Deutsche Wetterdienst hatte für den Freitagnachmittag eine Unwetterwarnung herausgegeben. Immerhin Stufe drei von vier. Und tatsächlich gab es einige Böen mit Windstärke Acht. Für ein Festival dieser Größe und mit so großen Bühnen durchaus grenzwertig.

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Die Telefone liefen heiß: „Wir waren ständig im Gespräch mit Polizei, Stadt und dem Wetteramt in Essen“, erklärt Hendrik Kemper. Auch am Samstag galt eine Unwetterwarnung. Doch am Ende mussten sie doch nicht räumen. Die Party konnte – von einigen Wetterkapriolen, starkem Regen und Wind einmal abgesehen – ungestört weiterlaufen.

Notfallkonzept hätte funktioniert

„Wir sind natürlich froh, dass wir nicht räumen mussten“, sagt auch Martin Bienhüls. Trotzdem sei es ein gutes Gefühl, dass das Notfallkonzept funktioniert: „Allein die Busunternehmer standen sofort parat und hätten innerhalb einer halben Stunde die Leute vom Gelände gebracht“, sagt er. Drei Nächte waren die Organisatoren und Helfer damit beschäftigt, die Zelte und Bauten zu sichern und die Spanngurte nachzuzurren.

Doch das sind jetzt alles schon Anekdoten. Zu Spitzenzeiten am Samstagabend gegen 23 Uhr waren rund 5300 Menschen auf dem Festivalgelände. Insgesamt, überschlagen sie, werden es 15.000 bis 20.000 Besucher gewesen sein. „Das ist natürlich immer schwer zu schätzen, weil es ein ständiges Kommen und Gehen ist“, erklärt Martin Bienhüls. Auf jeden Fall habe die Mischung gestimmt: „Wir hatten Gästen in jedem Alter hier“, so Hendrik Kemper. Auch die Künstler auf den verschiedenen Bühnen hätten da gut zu gepasst.

Aufräumarbeiten haben unmittelbar begonnen

Noch am Sonntag hat das Team hinter dem Dodgeball-Beach-Cup begonnen, abzubauen und aufzuräumen. Am Montagvormittag stehen nur noch das große Partyzelt, das Eingangszelt zum Dodgeville und einzelne Pavillons. Die großen Bühnen und Spielfeldbegrenzungen sind längst abgebaut. Mehrere Radlader sind auf dem Gelände unterwegs, Müll wird aufgesammelt, Gerüste abgebaut.

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Martin Bienhüls belädt gerade seinen Kombi mit etlichen Feuerlöschern. „Elende Schlepperei“, flucht er leise vor sich hin. Doch er strahlt dabei über das ganze Gesicht. Auch jetzt noch klingelt sein Handy fast ununterbrochen. „Ja, ich melde mich gleich, ist gerade schlecht“, ruft er einem Anrufer zu. Kaum aufgelegt, klingelt es schon wieder. Es ist eben noch viel zu tun.

Sand wird am Wochenende abgeholt

Der Sand wird noch ein paar Tage liegen bleiben. Am kommenden Wochenende sollen die 1500 Tonnen Sand abgeholt werden. Wahrscheinlich werden sie noch vor Ort gesiebt. „Den groben Dreck und Abfall werden wir vorher noch so gut es geht aufsammeln“, erklärt Hendrik Kemper.

Abseits der Sandfläche bleibt auch noch genug zu tun. Allein dort, wo die Bühne des Secret Gardens stand, liegen Unmengen von zertretenen Plastikbechern auf dem Boden. Auch im ehemaligen Dodgeville haben viele Besucher Müll hinterlassen.

Polizei und Ordnungsamt berichten von friedlichem Fest

Aus Sicht der Polizei und des Ordnungsamts ist der Dodgeball-Beach-Cup problemlos verlaufen. „Wir hatten die üblichen Streitereien, wenn viele Menschen auf einem Platz zusammen feiern“, erklärt Polizeipressesprecher Frank Rentmeister. Insgesamt aber nichts auffälliges. „Ein friedliches Fest“, fasst er zusammen. Das bestätigt so auch Mareen Willemsen, stellvertretende Leiterin des Stadtlohner Ordnungsamtes. Beschwerden – etwa über die Lautstärke – haben sie bis Montagmittag nicht erreicht.

Wind trägt Schall bis nach Wenningfeld

„Und dabei wurde der Schall durch den starken Wind schon wirklich heftig in Richtung Wenningfeld getragen“, sagt Martin Bienhüls. Aus Rücksicht auf die Nachbarschaft rund um den Flugplatz hatten die Veranstalter den Ton abends extra schon etwas heruntergeregelt und auch begrenzt, damit die DJs auf der Bühne ihn nicht wieder eigenständig lauter aufdrehen konnten. Mit dem starken Wind hatten sie – zumindest akustisch – aber dennoch nicht gerechnet. Trotzdem: „Ein Festival ohne laute Musik funktioniert ja auch nicht“, schiebt Martin Bienhüls achselzuckend hinterher.

Planung läuft schon wieder

Für Hendrik Kemper und Martin Bienhüls geht es nun eigentlich nahtlos mit dem nächsten Dodgeball-Beach-Cup weiter. „Erst einmal räumen wir jetzt fertig auf und holen uns von allen Stellen Feedback. Irgendetwas gibt es ja immer zu verbessern. Ein paar Stellschrauben kennen wir schon“, erklärt Hendrik Kemper. Und zum Herbst bereiten sie dann schon wieder die Teamregistrierungen für den Dodgeball-Beach-Cup 2020 vor. Nach dem Dodgeball-Beach-Cup ist eben auch vor dem Dodgeball-Beach-Cup.

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