Engagierte Bürger bekommen „Logenplatz“

Auszeichnung

Eines haben sie alle gemeinsam: Sie setzen sich über das Maß hinaus ein – für ihre Mitmenschen, für ihre Leidenschaft, für ihre Stadt. Für ihr beispielhaftes Engagement wurden gestern Abend die „Logenplätze“ verliehen an die Preisträger: Anna Eismann, Heinz Garwer und die Nikolausgesellschaft.

STADTLOHN

20.09.2014, 00:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Nachwuchspreis erhielt Anna Eismann. Nominiert wurde die Friseur-Weltmeisterin mit folgenden Argumenten: Die junge Frau hat Stadtlohn bekannt gemacht auf ihren Wettbewerben – europa- und sogar weltweit. Durch ihren Erfolg könnte sie überall arbeiten. In der Laudatio brachte Thorsten Ohm, Redakteur der Münsterland Zeitung, es auf den Punkt: „Sie frisieren heute keine Köpfe in Hamburg, Berlin oder München. Sie haben sich für Stadtlohn entschieden.“ Anna Eismann fühle sich ihrer Heimatstadt verpflichtet – und das sei ihr hoch anzurechnen. Die meisten Nominierungen gingen in der Kategorie „Gruppenpreis“ ein. Aus 21 Vorschlägen musste die Jury wählen – und traf letztlich die Entscheidung: die Nikolausgesellschaft. Seit 1927 präsentiert die Nikolausgesellschaft jährlich ein Theaterstück in plattdeutscher Sprache – und pflegt damit die Mundart.

Aus dem Erlös finanziert der Verein die Nikolaustüten, die alle Stadtlohner Vor- und Grundschulkinder beim Nikolausumzug erfreuen. 3000 Tüten füllen und verteilen die Ehrenamtlichen dafür jedes Jahr. Das machte auch der stellvertretende Bürgermeister Andreas Pieper in seiner Laudatio deutlich. „Die Freude gibt es gleich dreimal – für die Kinder, das Publikum und für sie selbst“, sagte Pieper. Bevor das Geheimnis um den Sieger der letzten Kategorie gelüftet wurde, bekamen auch die Stadtlohner Sportler ihren besonderen Moment im Rahmen einer Ehrung (Bericht folgt im Lokalsport). Die Wiesentaler sorgten für musikalische Stimmung zwischendurch.

In der Kategorie Einzelperson konnte Heinz Garwer die Auszeichnung entgegennehmen. Seit 1985 bemüht er sich intensiv um das WLE-Eisenbahnmuseum. Sein unermüdlicher Einsatz dafür war Grund genug, um Garwer einen Logenplatz zu verleihen. Garwer und seinem Club sei es zu verdanken, dass die „Eisenbahn-Romantik“ weiterlebe. Dafür ackere er wie eine „Dampflok“, erklärte Laudator Klaus Stachowski. Drei herausragende Beispiele, die für alle stehen, die sich in Stadtlohn engagieren. Denn einen „Logenplatz“ verdient gehabt hätte sicher jeder der Nominierten. 

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