Entscheidung für neue Flüchtlingsunterkunft am Mühlenweg fällt Mitte April

Sozialwohnungen

Die neue städtische Unterkunft für Flüchtlinge soll nun am Mühlenweg entstehen. Entsprechende Weichen hat der Hauptausschuss in seiner jüngsten, nichtöffentlichen Sitzung gestellt. Noch im Februar hatte der Sozialausschuss empfohlen, der Neubau solle am Schützenweg erfolgen (wir berichteten).

STADTLOHN

, 04.04.2016, 17:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die alte Asylbewerberunterkunft am Schützenweg

Die alte Asylbewerberunterkunft am Schützenweg

Die neuen Pläne sehen einen gegenüber den Ursprungsplänen verkleinerten Neubau auf einem freien städtischen Grundstück hinter dem "Treffpunkt Mensch" der Stiftung Haus Hall - dem früheren städtischen Jugendzentrum HOT am Mühlenweg 4 - vor. Am Schützenweg waren noch Wohnplätze für 40 Personen geplant. Am Mühlenweg dagegen sind es nur noch halb soviele. Vorgesehen sind vier, 70 bis 80 Quadratmeter große Wohnungen für insgesamt 20 bis 24 Menschen.

Hintergrund der neuen Überlegungen: Der ursprünglich ins Auge gefasste Standort am Schützenweg 48 liege weit außerhalb der Stadt, fast im Gewerbegebiet, so erklärte Bürgermeister Helmut Könning am Montag auf Anfrage. Schon im Sozialausschuss hatte Marlies Bomers-Meiering (Grüne) das kritisiert. Der Standort erschwere die Integration der Flüchtlinge. Thomas Oing (UWG) war in der Sozialausschusssitzung für kleinere Wohneinheiten eingetreten.

Sozialer Wohnungsbau

Auf Anregung der Verwaltung folgte der Hauptausschuss in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich den Argumenten für die Vorteile einer innenstadtnäheren Unterbringung - vor allem auch mit einem Blick in die Zukunft: Der Neubau soll später auch als Sozialwohnung für anerkannte Flüchtlinge oder auch deutsche Sozialhilfeempfänger genutzt werden, so Bürgermeister Könning. Eine endgültige Entscheidung über das Vorhaben trifft der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch, 13. April.

Das Grundstück am Schützenweg dient weiterhin als Reserve: Falls die Flüchtlingszuweisungen wieder deutlich ansteigen sollten, so Könning, könnte auch dort noch eine baugleiche Unterkunft mit vier Wohnungen errichtet werden. Dieses Gebäude könnte zu einem späteren Zeitpunkt wegen seiner Nähe zum Gewerbegebiete für Bürozwecke genutzt werden, wenn es nicht mehr für die Flüchtlingsunterbringung gebraucht werde.

Lesen Sie jetzt