Erster Coworking Space der Region und Forschermühle: An der Dufkampstraße wird´s innovativ

mlzZwei Projekte

An der Dufkampstraße soll zeitnah der erste Coworking Space der Region eröffnen. Unter dem selben Dach wie die „Forschermühle“, die Kinder spielerisch die MINT-Fächer näher bringen soll.

Stadtlohn

, 10.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der weiß verputzten Villa an der Dufkampstraße 40 entsteht eine neue, innovative Hochburg. Zwei zukunftsweisende Projekte sollen hier unter einem Dach vereint werden. „Wir hoffen, dass so Synergien entstehen und genutzt werden können“, sagt Citymanager Giampietro Salerno beim Vor-Ort-Termin am Dienstagmittag.

Im ersten Obergeschoss des Altbaus wird zeitnah die sogenannte „Forschermühle“ Einzug erhalten. Die Idee zur Forschermühle entstand bereits 2019 im Rahmen des Förderprogramms „Vital NRW“ und soll Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren spielerisch an mathematische, technische und naturwissenschaftliche Themen heranführen.

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„Als außerschulischer Lernort soll die Forschermühle einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchssicherung in technischen Berufen für Stadtlohn und die Region leisten“, erklärt Alexander Jaegers, Geschäftsführer vom Ahauser Unternehmen „Projaegt“, das die Stadt Stadtlohn bei Planung und Gestaltung des Konzeptes federführend unterstützt. Auch Stadtlohner Unternehmer und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Kreises Borken sind in das Projekt involviert.

In jungen Jahren die Hemmschwelle überwinden

„Das Ziel ist es, schon in jungen Jahren die Hemmschwelle zu den MINT-Fächern zu überwinden und damit auch dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, sagt Alexader Jaegers. Er und sein Team waren es auch, die auf die Idee für die weitere Nutzung des Gebäudes kamen.

Am Konzept für den ersten Coworking Space in der Region wird aktuell noch mit einem großen Team gefeilt.

Am Konzept für den ersten Coworking Space in der Region wird aktuell noch mit einem großen Team gefeilt. © Johannes Schmittmann

„Nur für die Forschermühle waren die Räumlichkeiten schlicht zu groß. Also haben wir uns überlegt, was gut dazu passen könnte“, sagt Kathrin Brinkschmidt von Projaegt. Sie erklärt: „Und das Konzept des Coworking Space schwappt immer mehr von den Metropolen auf das Land.“

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Ein Coworking Space ist ein zeitlich flexiber Arbeitsplatz, dessen Infrastruktur Freiberufler und Arbeitnehmer aus verschiedenen Branchen nutzen und sich im Idealfall sogar vernetzen. Im Erdgeschoss und unter dem Dach der Villa sollen nun zeitnah mehrere moderne Arbeitsplätze eingerichtet werden. Eine Mischung aus Einzel- und Großraumbüros samt Aufenthaltsraum, Küche und Lounge-Bereich.

Alexander Jaegers: „Angebot schafft Nachfrage.“

„Wir glaube, dass dieses Konzept auch in Stadtlohn Akzeptanz finden wird. Angebot schafft Nachfrage“, sagt Alexander Jaegers. Auch Citymanager Giampietro Salerno sieht in diesem Bereich einen Bedarf: „Vor allem für Pendler kann ein Coworking Space interessant sein. Aber auch als Arbeitgeber kann ich davon profitieren, weil ein solches Angebot den Standort Stadtlohn aufwertet.“

Aktuell gibt es noch zahlreiche Besprechungen wegen der beiden Projekte an der Dufkampstraße 40.

Aktuell gibt es noch zahlreiche Besprechungen wegen der beiden Projekte an der Dufkampstraße 40. © Johannes Schmittmann

Salerno nennt die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus als Beispiel: „Wenn das Büro aus Sicherheitsgründen dicht gemacht wird, hätte ich in Zukunft die Möglichkeit, in den Coworking Space auszuweichen.“ Erste Interessenten – ganz unabhängig vom Virus – gibt es laut Alexander Jaegers bereits. Er hofft, dass die Büroräume ab Juni oder Juli dieses Jahres gebucht werden können.

Angebot soll möglichst flexibel gehalten werden

Das Angebot soll dabei so flexibel wie möglich gestaltet werden. „Wer möchte, kann den Arbeitsplatz auch nur für einige Stunden buchen“, kündigt Jaegers an. Üblich seien aber eher mehrere Tage oder Wochen. An den letzten Details des Konzepts feilt er aktuell noch mit seinem Team.

Dass die Wahl des Standorts auf die Villa an der Dufkampstraße gefallen ist, entstammt im Übrigen einem Zufall. „Der Vormieter hatte mich angerufen, weil er jemanden suchte, der sein Inventar übernimmt“, berichtet Giampietro Salerno. Das brachte den Citymanager auf eine Idee: „Wir suchten übergangsweise nach einem alternativen Standort für die Forschermühle, weil die Fertigstellung der Berkelmühle sich verschoben hatte. Hier sollte sie ursprünglich Platz finden.“

Die gefundene Zwischenlösung bezeichnet Salerno als „ideal“. Allerdings betont er auch: „Die Forschermühle wird irgendwann in die Berkelmühle umziehen. Auch, wenn es uns an der Dufkampstraße ganz gut gefällt.“ Genauso wie für die Räumlichkeiten des Coworking Space läuft der Mietvertrag bis Ende 2022.

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