Euregiochor und Kurionorchester begeistern Publikum

Johannespassion

An vielen Orten finden zur Fastenzeit Passionsspiele- und -konzerte statt, so auch am Karfreitag in der Stadtlohner Josefskirche. Johann Sebastian Bachs Johannespassion erklang dort dramatisch und als packende Inszenierung geleitet von Konzertmeister und Dirigent Eric Koterink.

STADTLOHN

von Von Hanne Feldhaus-Tenhumberg

, 25.04.2011, 16:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Euregio-Chor, Kurion-Orchester, Organist Gijs van Schonhooven und fünf Solisten brachten die Josefskirche am Karfreitag zum Klingen.

Euregio-Chor, Kurion-Orchester, Organist Gijs van Schonhooven und fünf Solisten brachten die Josefskirche am Karfreitag zum Klingen.

Eingangs von den Instrumentalisten ertönten die eindringlichen Tonrepititionen, dann Umspielungen bis schließlich der Chor einsetzte. „Herr, unser Herrscher“ ließ den Zuhörer ehrfürchtig vor Bachs Tonwerk erschauern. Als Evangelist hatte Tenor Christoph Wittmann einiges zu rezitieren. In der Rolle von Jesus setzte der Bariton Christian Dahm Zeichen: „Er ist ein Herrscher, aber nicht von dieser Welt“. Der Bariton Serg Novique als Pilatus hätte Jesus lieber freigelassen, doch dieser will seinen Weg gehen. José Scholten (Alt) mit reichem Vibrato wurde von den Tiefen des Fagotts in der Arie „Von den Stricken meiner Sünden“ getragen.

Judith Hoffmann interpretierte mit klarem Sopran die Arie „Zerfließe mein Herz“ so innig, dass die Herzen der Zuhörer ebenfalls dahin schmelzen. Der Abschlusschoral „Ruhet wohl“ und das finale Miteinander nehmen die Anwesenden nach stehenden Ovationen gerne in Gedanken mit nach Hause.

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