Expansion des Stadtlohner Gewerbegebiets in der finalen Phase

mlzGewerbegebiet Stadtlohn

Am Schützenweg machten in der vergangenen Woche die Bagger zwei Bauernhöfe dem Erdboden gleich. Hier sollen schon zeitnah vier Stadtlohner Unternehmen ihre Betriebe erweitern können.

Stadtlohn

, 13.04.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Jahre ist es her, dass mit Döpik Energietechnik und der Sicon Bau GmbH zwei mittelständische Unternehmen ankündigten, Stadtlohn in Zukunft den Rücken kehren zu wollen. Als Grund dafür nannten sie jeweils die besseren Wachstumschancen an einem anderen Ort. In beiden Fällen fiel die Wahl letztlich auf Gescher.

Ein schmerzhafter Verlust für den (Wirtschafts-) Standort und die Stadt Stadtlohn. Um solche Abgänge in Zukunft zu verhindern, arbeitet man bereits seit mehr als zehn Jahren mit Hochdruck an einer weiteren Expansion der Gewerbegebiete. Und trotz der Corona-Krise sind auch in diesen Tagen die Fortschritte sichtbar.

Prozess geht in die letzte Phase

Am Schützenweg hat ein niederländisches Abbruchunternehmen in der vergangenen Woche zwei Höfe dem Erdboden gleich gemacht. Nur die Schutthaufen weisen noch auf die ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebe hin. Außerdem wurde eine Baumreihe entlang des schmalen Wirtschaftsweges, der Hölderinstraße und Schützenweg verbindet, entnommen.

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Damit ist der Weg nun endgültig frei für vier neue Gewerbeflächen, die bereits von langer Hand geplant wurden. „Schon im Jahr 2011 haben wir den Hof des ersten Landwirts aufgekauft. Seitdem treiben wir das Projekt voran“, sagt Bernhard Mesken, Wirtschaftsförderer der Stadt Stadtlohn im Gespräch mit der Redaktion. Dass seitdem viel Wasser die Berkel herunter geflossen ist, weiß kaum einer besser als er.

Drei Phasen bei Expansion von Gewerbegebiet

Mesken erklärt, wo die Schwierigkeiten liegen: „Bei der Expansion gibt es immer drei Phasen. Am Anfang steht der Flächenerwerb, dann kommt die Baurechtschaffung – wir wollen schließlich aus Ackerland mit Bauverbot Gewerbeflächen schaffen – und am Schluss kommt die Erschließung. Da gibt es überall Hürden, die es zu überspringen gilt.“ Zum Beispiel seien Flächen aktuell knapp und teuer, das ziehe Verhandlungen in die Länge.

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Außerdem müssen wie bei jedem Gewerbegebiet Kernfragen wie Artenschutz und Emission geklärt werden. Am Schützenweg kann nun aber Phase drei eingeläutet werden. Schon zeitnah, sofern die Genehmigung da ist und es die Corona-Pandemie zulässt, soll mit dem Bau von Straßen und Kanälen begonnen werden. Denn die Flächen sind bereits vermarktet und die Unternehmen scharren mit den Hufen.

Weitere Expansion geplant

Hinter den Kulissen werden die Weichen für eine weitere Expansion gestellt, wie Bernhard Mesken erklärt: „Wir haben bereits weitere Flächen gekauft und stehen noch mit anderen Grundstückeigentümern in Verhandlung. Die Stadt ist bemüht, die Gewerbefläche auszuweiten.“

Für die Zukunft sieht der Wirtschaftsförderer den Standort gut gerüstet: „Stadtlohn wächst aus sich selbst heraus. Und auch die weichen Faktoren machen die Stadt für Unternehmer attraktiv, zum Beispiel das dreigliedrige Schulsystem.“

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