Experimente mit Kerzen und Brause bringen Viertklässlern die Chemie näher

Chemieprojekt GSG

„Lernen durch Lehren“ – unter diesem Motto bringen Oberstufenschüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Viertklässlern die Chemie näher. Experimentiert wird mit Brause und Gummibärchen.

Stadtlohn

von Malena Stöhler

, 15.02.2019, 15:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Experimente mit Kerzen und Brause bringen Viertklässlern die Chemie näher

Die Grundschüler schauten fasziniert zu, wie schnell der Joghurtbecher unter dem Hitze-Föhn in sich zusammen fiel. © Malena Stöhler

Ein leerer Joghurtbecher wird mit einem Hitze-Föhn geschmolzen. Die Grundschüler sind überrascht, wie schnell der Joghurtbecher immer kleiner wird und in sich zusammen sackt. Das ist eine Situation, die so am Mittwochnachmittag passiert ist. 18 Viertklässler der Gescher-Dyk-Schule, die im nächsten Schuljahr auf das Geschwister-Scholl-Gymnasium gehen wollen, durften dort lustige und spannende Experimente der Chemie kennenlernen. Angeleitet wurden die Grundschüler von sieben Oberstufenschülern, welche auf vier verschiedene Stationen aufgeteilt waren.

Experimente rund um Kunstoff und Kerzen

„Ich war in der vierten Klasse selbst hier bei dem Chemieprojekt und jetzt stehe ich auf der anderen Seite und bringe den Grundschülern alles bei, das macht mir Spaß“, sagt Marius Hoffeld aus der elften Klasse des GSG. Er ist der Station zugeteilt, an der Experimente rund um die Kerze durchgeführt werden. Die Grundschüler lernen, was genau an der Kerze brennt und was sie braucht, um zu brennen. „Die Grundschüler sind sehr interessiert. Sie lernen in der Grundschule alles ja nur theoretisch und hier können sie zum ersten mal selbst experimentieren“, sagt Marius Hoffeld.

Auch Ina Busch, eine Schülerin der zwölften Klasse, hat Spaß daran, den Grundschülern Neues beizubringen. Sie leitet zusammen mit einer Schulkollegin die Station, an der Experimente mit Kunststoff durchgeführt werden. Die Schülerin nimmt schon zum zweiten Mal an dem Chemieprojekt teil. „Letztes Jahr hatte ich die Station Zauberei, das hat auch Spaß gemacht“, erinnert sie sich zurück.

Grundschüler sind begeistert

Die Schüler von der Gescher-Dyk-Schule sind von dem Nachmittag begeistert: „Das macht mir viel Spaß. Hier kann man viele spannende Sachen entdecken und ich freue mich jetzt schon aufs Gymnasium“, sagt einer der Schüler.

Um den Viertklässlern besser den molekularen Aufbau von Kunststoff zu erklären, hat Ina Busch ein Modell aus zusammengesteckten Legosteinen mitgebracht. „Wenn der Kunststoff erhitzt wird, gehen die Legosteine auseinander und dann wird der Kunststoff flüssig. Mit dem Modell verstehen die Grundschüler das besser“, erklärt sie.

„Der Spaß steht im Vordergrund“

Lehrerin Daniela Breuer, die das Chemieprojekt organisiert hat, hofft, dass die Grundschulkinder mit mehr Wissen nach Hause gehen. „Der Spaß steht bei den Viertklässlern aber natürlich im Vordergrund. Den Kindern den Spaß anzusehen ist für mich auch eine Motivation, jedes Jahr aufs Neue das Projekt zu organisieren“, sagt Daniela Breuer.

Daniela Breuer weiß, dass die Experimente verschiedene Aspekte erfüllen müssen. „Man darf von den Kindern nicht zu viel verlangen, die Experimente dürfen nicht gefährlich sein und man sollte fast alle Experimente zu Hause nachmachen können“, sagt die Lehrerin auf Nachfrage unserer Redaktion.

Andere Experimente, die an dem Nachmittag durchgeführt werden, sind zum Beispiel: „Eine Büroklammer lernt schwimmen“ oder die Grundschüler können selbst Brause herstellen, die dann auch probiert werden darf. Ein anderes Experiment steht unter dem Motto „Klebespaß mit Gummibärchen“. Insgesamt fand das Chemieprojekt an fünf Tagen im GSG statt. Vier Grundschulen aus Stadtlohn und eine Grundschule aus Südlohn haben an dem Projekt teilgenommen.

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