Während die 70 Kinder und Jugendlichen des Ferienlagers Hönningen sich schon im Bus in Sicherheit vor dem erwarteten Starkregen brachten, bauten die 30 Betreuerinnen und Betreuer die Zelte ab. © DJK
Unwetterwarnung

Extremer Starkregen droht in Hönningen: DJK Stadtlohn bricht Zelte ab

Wegen einer Unwetterwarnung haben rund 70 Stadtlohner Kinder und Jugendliche das DJK-Ferienlager in Hönningen abgebrochen. Vier Tage früher als geplant sind sie jetzt auf dem Weg nach Hause.

Die 58. inklusive Ferienfreizeit der DJK Eintracht Stadtlohn in Hönningen stand wegen der Coronapandemie unter keinen guten Vorzeichen. Am Dienstag aber zogen die Verantwortlichen aus einem ganz anderen Grund die Reißleine: Weil die Meteorologen für Dienstagabend und am Mittwoch vor extremem Starkregen warnten, hat die DJK die Zelte vorzeitig abgebrochen.

Wegen drohender Unwetter reisten die 70 Kinder und Jugendlichen des DJK-Ferienlagers in Hönningen vier Tage früher ab als geplant.
Wegen drohender Unwetter reisten die 70 Kinder und Jugendlichen des DJK-Ferienlagers in Hönningen vier Tage früher ab als geplant. © DJK © DJK

Die Kinder und Jugendlichen machten sich am Nachmittag im Bus auf den Heimweg nach Stadtlohn. Die 30 Betreuer blieben, um die Zelte abzubauen. Die Betreuer können im Pavillon übernachten, wenn der Starkregen einsetzt.

200 Liter pro Quadratmeter möglich

Nach der Vorhersage der Wetterexperten wird im rheinland-pfälzischen Hönningen „extrem ergiebiger Dauerregen“ und Gewitter mit Niederschlagsmengen bis zu 180 Liter pro Quadratmeter erwartet. Punktuell können auch Mengen über 200 Liter pro Quadratmeter nicht ausgeschlossen werden, so die Meteorologen. „Das ist einfach zu viel für uns. Die Wiese ist ja jetzt schon aufgeweicht“, sagt Lagerleiter Norbert Vos.

Der Zeltplatz in der Eifel war schon vor dem Starkregen durch das nasse Wetter der vergangenen Wochen aufgeweicht.
Der Zeltplatz in der Eifel war schon vor dem Starkregen durch das nasse Wetter der vergangenen Wochen aufgeweicht. © DJK © DJK

Bislang galt für das Lager an der Ahr, das unter dem Motto „Superhelden Ahrkademie“ stand: „Wetter durchwachsen – Stimmung gut“. Norbert Vos: „Wir hatten ein tolles Programm. Der Regen bislang war kein Problem. Die Stimmung war ruhig und harmonisch. Wir können es aber nicht verantworten, die Kinder bei den jetzt erwarteten extremen Regenmengen in Zelten übernachten zu lassen.“

Die Entscheidung fiel am Dienstagmorgen. Aber sie kam nicht überraschend. Vos: „Schon am Wochenende war für Mitte der Woche Starkregen angekündigt. Wir wollten aber nicht voreilig entscheiden.“ Am Dienstag aber sei die Entscheidung „alternativlos“ gewesen. Das hätten auch die Eltern so gesehen. „Wir haben am Dienstagmorgen alle Eltern telefonisch erreicht und volle Rückendeckung erhalten“, sagt Lagerleiter Vos.

„Superhelden“ haben am Dienstag vier Tage früher als geplant die Zelte abgebrochen. Auf ein Neues im Jahr 2022 – ohne Corona und Starkregen. © DJK © DJK

Und die Kinder und Jugendlichen? „Die haben sehr vernünftig reagiert. Gefreut haben sie sich nicht, aber die Entscheidung war auch für sie nachvollziehbar“, sagt Norbert Vos. Im 30-köpfigen Betreuer- und Küchenteam hätten ohnehin alle an einem Strang gezogen.

Die 100 Stadtlohner waren am Samstag, 3. Juli, ins Ferienlager Hönningen aufgebrochen. Die Rückkehr war eigentlich für den 16. geplant. Im vergangenen Jahr ist das traditionsreiche und bei vielen Stadtlohnern sehr beliebte Ferienlager wegen der Coronapandemie komplett ins Wasser gefallen.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Vor Ort und nah dran für den Leser, hört gerne auch die andere Seite
Zur Autorenseite
Stefan Grothues

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.