Die Fliednerschule wird ab dem Schuljahr 2021/2022 dreizügig geführt. Das hat der Rat der Stadt Stadtlohn jetzt einstimmig beschlossen. © Stefan Grothues
Grundschulen

Fliednerschule nimmt 2021 wieder mehr Schulanfänger auf

Um die Schulwege kurz zu halten, nimmt die Fliednerschule ab 2021 wieder mehr Schüler auf. Aber der Platz reicht nicht aus, um alle Kinder in der nächstgelegenen Schule einzuschulen.

Die Fliednerschule am Schanzring wird künftig dreizügig geführt. Der Rat der Stadt Stadtlohn hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, dass die Grundschule im Schuljahr 2021/2022 wieder drei Klassen für i-Männchen bildet.

Geburtenanstieg folgt auf Geburtenrückgang

Bis zum Jahr 2015 war die Fliednerschule 2,5-zügig. Das bedeutete, dass jährlich abwechselnd zwei und drei Klassen eingeschult wurden. So waren alle zehn Klassenräume der Schule gut ausgelastet. Wegen sinkender Geburtenzahlen wurde die Zügigkeit ab dem Schuljahr 2015/16 auf nur noch zwei Klassen festgelegt. Hierdurch sollte eine gleichmäßige Verteilung der Kinder auf die vier Grundschulen sichergestellt werden.

Ab der 2021 ist aber aufgrund des starken Geburtenanstiegs der vergangenen Jahre aber mit deutlich mehr Erstklässlern zu rechnen.

  • In der Fliednerschule wurde in diesem Jahr 66 Kinder eingeschult, im kommenden Jahr könnten es 103 sein.
  • In der Hordtschule wächst diese Zahl von 37 auf 45 Erstklässler.
  • Für die Hilgebergschule werden 74 statt 59 Erstklässler prognostiziert.
  • Nur an der Gescher-Dyk-Schule werden stagnierende Anmeldezahlen erwartet. 2020 waren es 33, 2021 könnten es 32 sein.
Klaus-Dieter Weßing und Günter Wewers (Archivbild) haben die Zahlen für die Schulentwicklung im Blick.
Klaus-Dieter Weßing und Günter Wewers (Archivbild) haben die Zahlen für die Schulentwicklung im Blick. © Stefan Grothues © Stefan Grothues

„Aufgrund der hohen Schülerzahlen im Bereich der Fliednerschule müssen Kinder von der Fliedner- zur Hordt- und Hilgenbergschule und von der Hilgenberg- zur Gescher-Dyk-Schule umverteilt werden. Erfahrungsgemäß werden ohnehin viele Kinder, die nächstgelegen zur Fliednerschule wohnen, an der Hilgenberg- oder Hordtschule angemeldet. Viele Kinder, die nächstgelegen zur Hilgenbergschule wohnen, werden von vornherein an der Gescher-Dyk-Schule angemeldet“, so schreiben es der Fachbereichsleiter Klaus-Dieter Weßing und der Erste Beigeordnete Günter Wewers in der Vorlage an den Rat. Mit anderen Worten: Die Nähe der Schule ist für Eltern und Kinder nicht immer ausschlaggebend für die Schulwahl.

2021 maximal 69 Schulanfänger in der Fliednerschule

Im Schuljahr 2021/22 ist die Fliednerschule für 103 Schulanfänger die nächstgelegene Schule. Bei den bisher zwei Zügen hätten nur 46 Kinder aufgenommen werden können. Dank der nun neu beschlossenen Dreizügigkeit können 69 Kinder an der Fliednerschule eingeschult werden. Anders formuliert: 34 Kinder müssen abgelehnt werden – oder ihre Eltern entscheiden sich von vorneherein schon anders.

Die Fliednerschule hat den Wunsch geäußert, die Offene Ganztagsschule von der ehemaligen Marienschule an die Fliederschule zu verlegen. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.
Die Fliednerschule hat den Wunsch geäußert, die Offene Ganztagsschule von der ehemaligen Marienschule an die Fliederschule zu verlegen. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. © Stefan Grothues © Stefan Grothues

Einer der Klassenräume der Fliednerschule wurde zum Lehrerzimmer umgewandelt, nachdem die Zügigkeit 2015 herabgesetzt worden war. 2021 passt das Raumangebot für drei Einschulungsklassen. Ab 2022 zeichnet sich ein Fehlbedarf von ein bis zwei Klassenräumen ab.

Wird OGS an den Schanzring verlegt?

Zusätzlicher Raumbedarf könnte darüber hinaus durch eine Verlagerung der Offenen Ganztagsschule (OGS) zur Fliednerschule entstehen. Die OGS ist in der ehemaligen Marienschule untergebracht. Die Kinder gehen in Begleitung nach Schulschluss dorthin und werden dort von den Eltern abgeholt. Die Fliednerschule hat den Wunsch, die OGS auf Dauer nicht mehr in der Marienschule, sondern an

der Fliednerschule unterzubringen.

Über diese Frage hat der Rat aber nicht diskutiert. Aufgrund der Coronasituation hatten sich die Politiker schon vor der Sitzung darauf verständigt, nur die unaufschiebbaren Beschlüsse zu fassen und längere Debatten über weitere Entscheidungen auf das nächste Jahr zu vertagen.

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Stefan Grothues

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