Eröffnung im Garten in Stadtlohn, Dufkampstraße 40 an der Stadthalle, von links: Giampietro Salerno (Citymanagement), Dr. Daniel Schultewolter (WFG), Katharina Reinert (zdi), Bürgermeister Berthold Dittmann, Veronika Droste und Kirsten Vennemann (beide WFG). © Horst Andresen
Forscherhaus

Forscherhaus in Stadtlohn könnte Leuchtturmprojekt werden

In einer alten Villa direkt neben der Stadtlohner Stadthalle gibt es ein neues Forscherhaus. Laut Bürgermeister Berthold Dittmann könnte dieses ein Leuchtturmprojekt werden. Aus gutem Grund.

Stadtlohns Bürgermeister Berthold Dittmann war bei der Besichtigung begeistert. Ein neues Forscherhaus der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) an der Dufkampstraße 40 in Stadtlohn in einer alten Villa, direkt neben der Stadthalle, ist eröffnet worden.

Dittmann: „Das könnte ein Leuchtturmprojekt werden, auch in Zusammenhang mit Förderern und der Gründung eines Netzwerkes.“

Nach zwei Jahren Vorbereitung und Abstimmung mit Projektpartnern sowie vielen regionalen Unterstützern aus Wissenschaft und Wirtschaft stehen großzügige Räume als Lernwerkstatt für das forschend-entdeckende Lernen offen. Kinder aus Kitas und Grundschulen im Kreis Borken können ab sofort in einer anregenden Umgebung, gestaltet aus vielfältigen Forschungssituationen, spannende Lernerfahrungen sammeln.

Viele Forschungsrichtungen

Es geht wieder um MINT: Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik. Wie berichtet, lässt die WFG mit neuer Konzeption ein Forschermobil durch den Kreis rollen. In Stadtlohn steht alles vor Ort bereit.

Einblick in die Aktionsräume im Forscherhaus.
Einblick in die Aktionsräume im Forscherhaus. © ANDRESEN © ANDRESEN

„Unterschiedlichste Forscherimpulse und Materialien warten ab sofort darauf, von Kindern und ihren pädagogischen Fachkräften entdeckt zu werden“, sagt Veronika Droste von der WFG, mit ihrer Kollegin Kirsten Vennemann quasi Bauherrin des Forscherhauses.

Haus der kleinen Forscher

Viele MINT-Themen würden abgedeckt, sagte das Duo bei der Besichtigung: „Mathematik, Klänge und Geräusche, Optik, Technik, Forschen – rund um den Körper, Informatik, Strom und Energie, Wasser und Bionik.“ Selbst ein Skelett kann erforscht werden. Angebote und Pädagogik seien in weiten Teilen angelehnt an die bundesweite MINT-Initiative „Haus der kleinen Forscher“, die im Kreis bereits seit vielen Jahren von der WFG umgesetzt wird.

Auch das gibt es: Hochmoderne Laptops und analoge Stempelbuchstaben.
Auch das gibt es: Hochmoderne Laptops und analoge Stempelbuchstaben. © ANDRESEN © ANDRESEN

Kirsten Vennemann: „Die Räumlichkeiten und die Ausstattung haben einen enormen Aufforderungscharakter für die Kinder. Sie können hier ihren eigenen Forschungsfragen, fachlich begleitet, nachgehen. Gerade im MINT-Bereich gibt es einen großen Fachkräftebedarf. Umso schöner ist es, dass Kinder hier spielerisch an naturwissenschaftliche, mathematische und technische Themen herangeführt werden.“

50 Euro pro Besuch

Der Besuch des Forscherhauses kostet pro Besuch 50 Euro. E kann für Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren tageweise für freies Forschen in einem inspirierenden Umfeld gebucht werden. Pädagogische Fachkräfte müssen als Voraussetzung vorab Workshops der WFG besuchen, die in Pädagogik und Räumlichkeiten des Forscherhauses einführen. Die Workshops bereiten laut WFG „ideal auf den Forscherhausbesuch vor“. Der Start der Kursangebote soll noch in den Sommerferien erfolgen.

So sieht ein Aktionsraum im neuen Forscherhaus in Stadtlohn aus.
So sieht ein Aktionsraum im neuen Forscherhaus in Stadtlohn aus. © ANDRESEN © ANDRESEN

Zahlreiche Unternehmen aus Stadtlohn und der Region haben das Haus bereits in der „Bauphase“ unterstützt – durchaus mit einem kleinen Hintergedanken getreu dem Motto, heute schon an die Fachkräfte von morgen zu denken. Forschermaterial sowie der Personaleinsatz wurden über das zdi-Zentrum (Zukunft durch Innovation. NRW, kurz: zdi) mitfinanziert.

Eigentlich soll die schöne alte Villa in Stadtlohn, die auch von jungen Gründern (Coworking Space CW+) genutzt wird, nur eine Übergangslösung darstellen. Für 2023 ist der Umzug in das Projekt „Berkelmühle“ in Stadtlohn geplant. Doch daran denkt noch niemand.

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