Frühstück und Programm sorgen für Belebung an der Baustelle

Mit Comedian

Durch Comedian Alex Schick, Musik der Stadtlohner Blaskapelle „Trumpets“ und das „Baustellenfrühstück“ der Stadtlohner Tafel „Tischlein deck dich“ erhielt die neue Baustelle an der Mühlenstraße am Samstagmorgen ein erweitertes Interesse. Das gute Wetter lockte zusätzlich zahlreiche Besucher an.

STADTLOHN

von Elvira Meisel-Kemper

, 14.09.2014, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch Nachwuchs-Baggerfahrer konnten vor Ort ihr Talent testen.

Auch Nachwuchs-Baggerfahrer konnten vor Ort ihr Talent testen.

Für die Kleinsten war eine Hüpfburg aufgebaut. Wer wollte, konnte eine Runde unter Anleitung baggern gleich neben der realen Baustelle in der Mühlenstraße. Ganze Familien ließen sich an den sechs aufgebauten Tischen nieder, um sich die durch belegte Brote, Kaffee, Sekt, Kuchen buchstäblich durchzubeißen, denn ein pauschaler Obolus von sechs Euro (für Kinder drei Euro) sicherte den uneingeschränkten Genuss. Vieles stammte aus dem fairen Handel, anderes aus regionalen Quellen. Der Reinerlös kommt der Tafel zugute, die damit auch um Unterstützung warb. „Zum Durchzählen hatte ich noch keine Zeit. Die Tische waren immer voll besetzt“, freute sich Helferin Lucie Drees und drückte den Stempel für den entrichteten Obolus auf den nächsten Handrücken eines Besuchers.

Ganz unkompliziert und nah am teilweise gesättigten Publikum agierte der Comedian Alex Schick. Mit dem Schlager vergangener Tage „Liebeskummer lohnt sich nicht“ nahm er die Zuschauer auf eine kleine Weltreise mit, die er interaktiv für das Publikum gestaltete. „Als Saarländer bin ich weit rumgekommen. Dieses Lied spielt man auf der ganzen Welt“, tönte Schick von den Stufen des Figurenbrunnens. Selbst in Schottland sei das Lied bekannt. Da er seinen Dudelsack vergessen habe, verriet Schick dann dem Publikum den Trick, wie es auch ohne das Instrument ginge. Nase zuhalten und mit der Hand gegen den eigenen Kehlkopf schlagen, würde die gleichen Laute bewirken. Prompt machten die Zuschauer mit. Dass er sie aufs Glatteis geführt hatte, nahmen sie ihm allerdings nicht krumm.

Weiter ging die Reise mit diesem Lied nach Afrika, Peru und Russland. Letztlich lobte er die Münsterländer, die doch so praktisch veranlagt seien. Ein Bumerang, der nicht zurückkommt, sei ein Stock und der Akt des Bügelns sei im Münsterland ein Brettspiel für eine Person. Über die Vor- und Nachteile von Baustellen hielt er sich zumindest bei diesem ersten von drei Auftritten komplett zurück. Beifall belohnte ihn. Silke Gertz, als Mitglied der UWG kommunalpolitisch aktiv, zählte zu den Frühstücksgästen. „Im Rahmen der Baumaßnahmen in der Stadt sind wir bemüht, dass die Leute hierher kommen. In Stadtlohn wird viel gemacht, aber wenig anerkannt. Ich persönlich finde die Aktion gut“, so Gertz. Sebastian Böhmer war mit Freunden gekommen. „Endlich ist mal was los. Sonst zieht es mich nicht mehr in die Innenstadt. Es fehlen die Angebote“, so Böhmer. Sein Freund Dany Hovestadt hatte konkrete Vorschläge dazu: „Ich wünschte mir mehr Veranstaltungen, wo mehrere Generationen aufeinander treffen. Fun on ice ist so etwas.“ Noch genauer äußerte sich der dritte junge Mann aus dieser Runde, Patrick Klose: „Man könnte den Weihnachtsmarkt und Fun on ice ins Berkelstadion verlegen. Dann wird das auch wieder mehr genutzt.“

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