Die Jury des Wettbewerbs "Die Gute Form" hat die Gesellenstücke bewertet (v.l.): Günter Wewers, Andrea Kötter, Anika Janocha, Herbert Rotterdam, Melanie Himmelberg © Elvira Meisel-Kemper
Gute Form

Gesellenstücke einer neuen Tischlergeneration öffentlich ausgestellt

Bald sind sie fertig mit der Ausbildung und dürfen sich Gesellen nennen. Die Ergebnisse ihrer praktischen Prüfung stellen die 62 neuen Tischler in der Stadthalle Stadtlohn aus.

Sehr zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen der Tischler-Innung Ahaus mit dem Ergebnis der Gesellenprüfungen in diesem Jahr. 62 Lehrlinge, darunter fünf junge Frauen, bestanden erfolgreich die Prüfung. Ihre Gesellenstücke können nach der traditionellen Lossprechung in der Stadthalle in Stadtlohn bewundert werden.

Bis Samstag, 17. Juli, 11 Uhr sind die jungen Männer und Frauen noch Auszubildende im Tischlerhandwerk. Mit der Zeugnisübergabe und der Ehrung auf der Bühne der Stadthalle in Stadtlohn sind sie Gesellen, deren Gesellenstücke danach für ein Wochenende der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Die Gesellenstücke der neuen Tischler werden öffentlich ausgestellt.
Die Gesellenstücke der neuen Tischler werden öffentlich ausgestellt. © Elvira Meisel-Kemper © Elvira Meisel-Kemper

Eine Jury unter der Leitung von Ehrenobermeister Herbert Rotterdam schaute sich im Vorfeld die Arbeiten genau an und beurteilten sie nach Verarbeitung, Idee und Aussehen für den Wettbewerb „Die Gute Form“. „In diesem Jahr sind sehr, sehr hervorragende Stücke entstanden. Die Arbeitgeber haben trotz der Coronazeit den Gesellen das beste Material und die beste Unterstützung gegeben. Mein Lob geht an die Arbeitgeber und an die Gesellen, dass sie trotz der Pandemie so gute Leistungen erbracht haben“, so Rotterdam.

Schüler konnten nur selten zum Präsenzunterricht kommen

Bernhard Bußmann, Lehrer am Berufskolleg für Technik und Mitglied des Prüfungsausschusses, bestätigte dieses Lob. Bußmann hat seine Schüler, die aufgrund der Pandemie nur selten zum Unterricht ins Berufskolleg kommen durften, animiert, für das Fachgespräch ein Modell ihres anvisierten Gesellenstücks mitzubringen und diese auch auszustellen. Das war in dieser Form noch nicht üblich in den bisherigen Präsentationen. „Mit dem Modell kann man sich das besser vorstellen“, begründete Bußmann dieses Prozedere.

Richard Ellerkamp, ebenfalls Mitglied des Prüfungsausschusses, zeigte noch mal ein anderes Ergebnis der guten handwerklichen Fähigkeiten der Gesellen am Ende ihrer Ausbildung. Futterkästen für Eichhörnchen haben sie als „Musterarbeit“ gebaut. „Dafür hatten die jungen Leute sieben Stunden Zeit zur Verfügung. Das ist eine handwerkliche Arbeit, in denen sie die Technik der Verbindungen im Holz unter Beweis stellen mussten“, so Ellerkamp. Auch diese Ergebnisse können in der Ausstellung besichtigt werden.

Die Ausstellung der Gesellenstücke ist öffentlich zugänglich am Samstag, 17. Juli, von 13 bis 17.30 Uhr, und Sonntag, 18. Juli, von 10 bis 17.30 Uhr.

Über die Autorin
Freie Journalistin
Elvira Meisel-Kemper ist freie Kunsthistorikerin und Journalistin. Sie hat Erfahrung als Autorin, Kunstvermittlerin, Projektbegleiterin und in der Fotografie. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten liegt in der Kunstszene des Münsterlandes.
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Elvira Meisel-Kemper

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