Die Stufensprecher Paul Heming und Leonie Robert blickten auf ihre Schulzeit am Geschwister-Scholl-Gymnasium zurück. © Susanne Dirking
Abiturfeier Geschwister-Scholl-Gymnasium

GSG-Abiturienten verabschieden sich mit Humor: „Abi with no Schule“

Dieser Abiturjahrgang hat seinen Abschluss unter ganz besonderen Bedingungen ablegen müssen. Er nahm es mit Humor und wählte „Abi with no Schule“ als Motto für die Feier in Corona-Zeiten.

102 Abiturienten des Geschwister-Scholl-Gymnasiums erlebten am Samstag nach dem Wortgottesdienst in St. Otger eine harmonische, mit Live-Musik der Gymnasiasten umrahmte Abschlussfeier in der Stadthalle. In der Prüfungsphase und bei der Vorbereitung der Feier hat die Lehrerschaft großen persönlichen Einsatz gezeigt.

Schulleiter Jochen Wilsmann eröffnete den Festakt mit freundlicher Begrüßung der Gäste, unter ihnen Bürgermeister Berthold Dittmann und die Eltern der Abiturienta 2021. Er dankte ganz besonders den Kolleginnen und Kollegen, die den Abitur-Jahrgang im letzten, stürmischen Jahr durch die Anforderungen der Abiturvorgaben gelotst hätten.

Schulleiter Jochen Wilsmann überreichte 102 Abiturzeugnisse.
Schulleiter Jochen Wilsmann überreichte 102 Abiturzeugnisse. © Susanne Dirking © Susanne Dirking

Oberstufenkoordinator Herbert Große-Westermann habe die Fäden der Abiturprüfung sicher in der Hand gehalten. 24 Absolventen hätten ein Einser-Abitur geschafft; Katharina Kömmelt und Richard Prangenberg gelang mit der Gesamtnote 1,1 das beste Abi, erklärte er.

Weiter nannte er: Lea Auffenberg, Lea Barthus, Oliver Behrend, Michelle Berg, Leonie Drüner, Anna Grebe, Paul Heming, Hannes Heming, Carmen Hemker, Christina Höing, Cosima Nicola Jansen, Antonia Lüdiger, Leonie Makowski, Muriel Niehues, Merle Robers, Kim Katharina Rudolph, Jonah Gabriel Schlüter, Hannah Tenspolde, Helena Tenspolde, Dana Terhechte, Mona Vogtt und Sophia te Vrugt.

Von den sechs ehemaligen Realschülern erreichte Linus Frechen einen Notendurchschnitt von 2,1 und Emely Tenbrake, ehemalige Hauptschülerin den Notendurchschnitt von 2,4 – also eine gute Bilanz.

Schule in Zeiten der Pandemie: Grundverständnis vorhanden

Das letzte Jahr habe gelehrt, dass in einer Pandemie durch den Verlust von Selbstverständlichem das Leben nicht immer linear verlaufe und die Kontrolle darüber vielleicht nur eine Illusion sei. Deshalb werde diese Jugend später wohl nicht so schnell aus dem Konzept zu bringen sein, so Wilsmann. „Ihr Jugendlichen habt das souverän gemeistert. Da muss ich im Namen der Schule ganz herzlich Danke sagen. Bei allem Ärger, zum Beispiel über die Absage der Mottotage, bei aller Trauer darüber, den 18. Geburtstag nicht richtig feiern zu können, konnte man bei euch immer ein Grundverständnis für das Ganze feststellen“ lobte der Schulleiter.

Bürgermeister Berthold Dittmann gratulierte im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt zum bestandenen Abitur. Er wünschte den Absolventen viel Glück und Gottes Segen. „Lebt euer Leben; aber vergesst dabei das Gemeinwohl nicht“, empfahl er. Elternvertreterin Kirsten Neander-Harks beschrieb, wie das Motto der Abiturienta „Abi with no Schule“ tatsächlich durch die Pandemie Realität geworden sei. Auf Internetprobleme, Abgabefristen, Distanzunterricht und Corona-Warn-Apps hätte man gerne verzichtet und sie wünschte: „Habt Erfolg, aber nicht auf Kosten anderer.“

„Das Abi ist nur ein Sprungbrett. Wir müssen noch viel lernen“

Die Stufen-Koordinatoren Irina Nolte und Daniel Schulenkorf überraschten mit einem eigenen Musik-Video über das Schulleben und feinsinnigen Gruß-Botschaften des Lehrerkollegiums mit dem Fazit: „Du bist Abi“. Die Stufen-Sprecher Leonie Robert und Paul Heming erinnerten an die gemeinsame Baumpflanz-Aktion ihres Jahrgangs. Auf den Schulfahrten in europäische Länder habe man viel von der Welt gesehen, betonte Leonie. Mit Blick auf die Zukunft ergänzte Paul Heming: „Das Abi ist nur ein Sprungbrett. Wir müssen noch viel lernen.“ Die Gäste applaudierten spontan.

Dann folgte die feierliche Zeugnisübergabe durch Schulleiter Jochen Wilsmann. Anschließend traf man sich zum Sektempfang und zum Gruppenfoto vor der Stadthalle.

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